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10 Fakten über die unbekannte Welt des Schuppentiers
Das Schuppentier, auch Tannenzapfentier oder Pangolin genannt, ist ein außergewöhnlicher Zeitgenosse. Die meisten Arten – insgesamt gibt es acht – sind so groß wie Hauskatzen. Sie gehören zu den ältesten Säugetieren der Welt und haben faszinierende Eigenheiten entwickelt, die sie von allen anderen Säugetieren abheben. Dank ihrem Schuppenpanzer haben sie kaum natürliche Fressfeinde. Doch uns Menschen sind sie schutzlos ausgeliefert. Das Pangolin ist das meistgeschmuggelte Säugetier der Welt und heute vom Aussterben bedroht.
Eine kleine Liebeserklärung an das Schuppentier
„Zum Welttag des Pangolins“, der jedes Jahr am 20.2. stattfindet, stellen wir Ihnen dieses außergewöhnliche Tier näher vor. Sollten Sie bisher kein Schuppentier-Fan gewesen sein, sind Sie es vermutlich ab heute – 10 spannende Fakten über die unbekannte Welt der Pangoline.
1) Das einzige Säugetier mit Schuppen
Das Schuppentier ist das einzige Säugetier, das mit Schuppen überzogen ist. Je nach Art besteht der Panzer aus hunderten bis tausenden dachziegelartig angeordneten Hornschuppen. Das Gesicht, der Bauch und die Innenseite der Pfoten sind frei von Schuppen und mit Haaren bedeckt.

Das Schuppentier ist das meistgeschmuggelte Säugetier der Welt, © Dr Sanjay K Shukla / WWF-International
2) Hat keine Zähne
Schuppentiere ernähren sich von kleinen Insekten – hauptsächlich Ameisen und Termiten. Zähne haben sie jedoch keine. Stattdessen benutzen sie ihre sehr lange, klebrige Zunge. Diese ist perfekt darauf ausgerichtet, kleine Insekten in großen Mengen aus ihrem Bau zu ziehen und zu verschlucken. Je nach Schuppentierart kann die Zunge zwischen 15 und 70 Zentimeter lang werden.
3) Geht auf zwei Beinen
Schuppentiere haben vier Pfoten, können aber auch auf zwei Beinen gehen – und zwar auf ihren Hinterbeinen. Diese sind kräftiger und länger als ihre Vorderpfoten, welche sie hauptsächlich benutzen, um zu graben.
4) Kann Augen-, Nasen- und Ohrlöcher schließen
Eine Ameisen-Mahlzeit kann viele Stunden dauern – schließlich sind die zu verspeisenden Insekten sehr klein und der Magen verhältnismäßig groß. Während dieser Zeit können eine Menge Insekten auf dem Schuppentier herumkrabben. Um ihre Körperöffnungen vor Eindringlingen zu schützen, können Schuppentiere ihre Augen-, Nasen- und Ohrenlöcher schließen.
5) Ist eines der ältesten Säugetiere der Welt
Die ältesten Verwandten der Schuppentiere die man bisher gefunden hat, lebten vor 47 Millionen Jahren auf unserer Erde.
6) Lebt auf Bäumen oder in Erdlöchern
Pangoline können gut klettern und graben. Je nach Art ziehen sie sich auf Bäume oder in Erdlöcher zurück. Riesenschuppentiere können Höhlen von 40 Meter Länge bauen. Schuppentiere kommen in Afrika und Asien vor und leben sowohl im Regenwald als auch in der Savanne. Die meisten Arten sind übrigens nachtaktiv.
7) Mutter trägt Jungtier monatelang auf dem Rücken
Schuppentierweibchen bringen im Jahr meist nur ein Junges auf die Welt. Dieses bleibt die ersten Tage oder Wochen im Bau der Mutter. Danach wird es noch gut drei Monate von seiner Mutter auf dem hinteren Rücken bzw. Schwanz mit sich herumgetragen. Droht Gefahr, rutscht das Jungtier auf den Bauch der Mutter und wird schützend mit ihrem Schwanz bedeckt.
8) Nicht mit dem Gürteltier verwandt
Gerne und oft wird das Schuppentier mit dem Gürteltier verwechselt. Doch Gürteltiere und Schuppentiere sind nicht verwandt. Sie leben nicht einmal auf denselben Kontinenten. Merksatz: Schuppentiere leben in Asien und Afrika, Gürteltiere in Südamerika.
9) Meistgeschmuggeltes Säugetier der Welt
Droht Gefahr greift ein Schuppentier nicht an, sondern rollt sich zusammen und überlässt den Rest seinem Schutzpanzer. Mehr Schutz braucht das Pangolin nicht, weil es kaum natürliche Fressfeinde hat. Dieser Schutzmechanismus macht die Tiere allerdings zu leichter Beute für Wilderer. Heute sind sie die meistgeschmuggelten Säugetiere der Welt. Ihr Fleisch ist heiß begehrt und ihre Körperteile gelten als Heilmittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Schuppentiere rollen sich bei Gefahr zusammen © AdobeStock_314215973
10) Warum der Name Pangolin?
Apropos zusammenrollen: Der Name Pangolin kommt aus dem Malaiischen „Peng-guling“ und bedeutet „der, der sich aufrollt“.
Helfen Sie uns, die Schuppentiere zu retten
Für das Pangolin ist es noch nicht zu spät. Um die letzten Schuppentiere vor dem Aussterben zu bewahren, unterstützt der WWF mehrere Projekte in Asien und Afrika. Wir helfen unter anderem bei der Ausbildung von Rangern, die die Tiere in ihren Lebensräumen beschützen und bei Auswilderungsprogrammen. All dies ist nur durch die Unterstützung unserer Pat*Innen möglich. Wenn auch Sie uns helfen wollen, die Schuppentiere vor der Ausrottung zu retten, übernehmen Sie eine WWF-Patenschaft für das Schuppentier.
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