© FilmStudioAves/stock.adobe.com
Verdacht auf Wildtierkriminalität: Was ist zu tun?
Verdachtsfälle melden
Bitte melden Sie verdächtige Funde oder andere Hinweise auf Wildtierkriminalität sofort. Nutzen Sie dazu einfach unser Meldeformular oder die WWF-Hotline +43 676 444 66 12 bzw. die BirdCrime-Hotline +43 660 869 23 27.
1. Nichts berühren!
Findet man ein totes Wildtier, mutmaßliche Giftköder oder verdächtige Fallen keinesfalls etwas berühren oder verändern – das ist ein potentieller Tatort. Handelt es sich um ein verletztes Tier darf man Hilfestellung leisten, man sollte aber jedenfalls Fachleute um Unterstützung bitten.
2. Dokumentieren
Es ist wichtig, dass die Fundsituation genau dokumentiert wird. Hier hilft es, sich die drei „W-Fragen“ zu stellen: wo, was und wann. Wo liegt der Fundort (am besten mit genauen Koordinaten)? Was wurde gefunden? Wann wurde die Beobachtung gemacht? Fotos vom Fund, Fundort und der Umgebung können später bei der Einstufung und Aufarbeitung von Wildtierkriminalität eine große Hilfe sein!
3. Rasche Rücksprache mit WWF und BirdLife
Meldungen aus der Bevölkerung sind im Kampf gegen Wildtierkriminalität ein wichtiger Grundpfeiler. Verdächtige Funde oder andere Hinweise auf Wildtierkriminalität sollte man sofort über die WWF-Hotline +43 676 444 66 12 oder die BirdCrime-Hotline +43 660 869 23 27 melden. Per E-Mail ist dies unter meldung@wildlifecrime.at möglich. Gerne können Meldungen auch anonym und diskret bearbeitet werden.
Wir können anbieten, eine Ersteinschätzung zur Sachlage zu geben und den Fall an die Polizei zur Ermittlung weiterzugeben. Alternativ kann man sich auch direkt an die Polizei wenden und dort nach einem „Umweltkundigen Organ“ fragen. Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete Beamt:innen der Exekutive.
Hintergrund: Wieso ist Wildtierkriminalität ein großes Problem?
Wenn streng geschützte Arten illegal geschossen oder gefangen oder auch vergiftet werden handelt es sich um Wildtierkriminalität. Wie bedeutend das Ausmaß von Wildtierkriminalität in Österreich ist, hat der WWF im aktuellen Wildtierkriminalitätsbericht zusammengefasst. Insgesamt 310 Fälle von Wildtierkriminalität mit 487 Opfern – 396 Vögeln und 91 Säugetieren – wurden hierzulande zwischen 2017 und 2025 dokumentiert. Die am häufigsten betroffene Art ist der Mäusebussard: 107 Individuen der Art wurden im Berichtszeitraum getötet. 36 Rotmilane, 22 Biber, 21 Rohrweihen und 15 Fischotter wurden zudem Opfer. Es ist außerdem von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Der WWF kämpft seit vielen Jahren gegen illegale Verfolgung geschützter Tierarten und arbeitet in unterschiedlichen Projekten.
Verdachtsfälle melden
Bitte melden Sie verdächtige Funde oder andere Hinweise auf Wildtierkriminalität sofort. Nutzen Sie dazu einfach unser Meldeformular oder die WWF-Hotline +43 676 444 66 12 bzw. die BirdCrime-Hotline +43 660 869 23 27.
Downloads
Helfen Sie mit und melden Sie uns Verdachtsfälle unter:
- WWF-Hotline: +43 676 444 66 12
- per E-Mail: meldung@wildlifecrime.at
Wenn Sie anonym mit uns kommunizieren möchten, können Sie unsere Meldeplattform nutzen.
Um die Kommunikation streng vertraulich zu halten, ist eine Registrierung ohne Angabe personenbezogener Daten nötig. Die Angabe der Email-Adresse ist optional und wird verschlüsselt gespeichert. Wir erhalten daher nie Zugriff auf Ihre Emailadresse! Allerdings empfehlen wir die Angabe, damit Sie über unsere Antworten benachrichtigt werden und Ihr Konto zurücksetzen können, wenn Sie Ihr Passwort vergessen sollten.
Nach der Registrierung schicken Sie uns bitte eine Nachricht, indem Sie auf „Beratung starten“ drücken und das Formular ausfüllen. Hier können Sie Angaben zur betroffenen Art, zum Zeitpunkt und Ort machen, den Vorfall beschreiben und Fotos hochladen.
Artikel
Wissenswertes zum Thema
Schützen Sie Österreichs Natur
mit einer
Österreich-Patenschaft!
Gemeinsam können wir Österreichs artenreichste Lebensräume und ihre Bewohner schützen. Ihre Patenschaft macht den Unterschied.

