Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
EU-Renaturierungsgesetz: WWF begrüßt Vorstoß von Wien und Kärnten
Die Naturschutzorganisation WWF Österreich begrüßt den aktuellen Vorstoß der beiden Bundesländer Wien und Kärnten für eine Neubewertung des aktuellen Entwurfes des EU-Renaturierungsgesetzes. “Das ist ein wichtiges Signal gegen die bisherige Blockade der Bundesländer. Das geplante Gesetz wäre ein riesiger Fortschritt für eine intakte Natur, sachlich betrachtet spricht alles dafür”, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons. Der WWF fordert daher einen raschen Schulterschluss der zuständigen Politik und eine Zustimmung Österreichs auf der EU-Ebene.
Laut dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky sind die inhaltlichen Bedenken gegen das Gesetz ausgeräumt, einzig die Finanzierung sei zu klären. “Die Kosten des Nicht-Handelns sind deutlich höher und die generelle Unterfinanzierung des Naturschutzes ist eine Folge mangelnder politischer Priorität. Österreich könnte zudem mit einem guten Renaturierungsplan sehr viel Geld aus Brüssel abrufen, weil mit dem Gesetz auch ein Weg zu zusätzlichen EU-Mitteln vorgezeichnet ist”, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons.
Der WWF betont zudem die Vorteile natürlicher Schutzmaßnahmen für Menschen und Umwelt. “Intakte Ökosysteme sind unsere wichtigsten Verbündeten gegen die Klima- und Biodiversitätskrise. Daher müssen sie auf allen Ebenen besser geschützt und wo nötig wiederhergestellt werden. Das zahlt sich auch langfristig aus”, sagt Hanna Simons.
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