Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Good News: Nachwuchs in Inas ausgewilderter Bison-Herde
8 Monate nach der Auswilderung gibt es Neuigkeiten vom europäischen Bison Ina: Gemeinsam mit ihrer Herde streift sie durch die kaukasische Wildnis und hat sich mittlerweile gut eingewöhnt. Das aus dem Innsbrucker Alpenzoo stammende Tier wurde im Jänner gemeinsam mit weiteren Bisons aus europäischen Zoos nach Aserbaidschan umgesiedelt. Besonders erfreulich: Das erste Kalb der ausgewilderten Herde ist bereits geboren! Es stammt von einem gemeinsam mit Ina freigelassenen Muttertier namens Omacka. Das ist ein großartiges Zeichen für den Erfolg des Projekts! Denn Ziel des Auswilderungsprojektes ist es, die Population langfristig weiter zu vergrößern und einen stabilen, sich selbst erhaltenden Bestand aufzubauen.
Auch GPS-Halsbänder liefern wichtige Erkenntnisse über die Bewegungen der Tiere, die von ihnen genutzten Lebensräume und die Entwicklung der Herde. Seit der letzten Freilassung im Jänner sind die Bisons überwiegend in vier Gruppen unterwegs. Lediglich das männliche Tier Tigga hält sich derzeit weiter entfernt von den anderen Tieren auf. Es wird erwartet, dass er sich während der nächsten Brunftzeit wieder einer Herde anschließt. Auch innerhalb der Herden zeigen die GPS-Daten interessante Entwicklungen: Ina hält sich derzeit bevorzugt an der Seite eines männlichen Tieres auf.
Der WWF setzt sich seit 2012 für die Rückkehr der europäischen Bisons im Kaukasus ein. Mittlerweile konnten in der Region bereits 64 Tiere erfolgreich wieder angesiedelt werden – insgesamt ist die Zahl der wildlebenden Tiere im Shahdag Nationalpark seither auf rund 90 Tiere angewachsen. Die Bison-Wiederansiedlung im Shahdag-Nationalpark ist ein Projekt des aserbaidschanischen Umweltministeriums in Zusammenarbeit mit dem WWF, dem europäischen Erhaltungszuchtprogramm für den Wisent der EAZA, dem Tierpark Berlin und der Umweltschutzorganisation IDEA. Das Projekt wird von Rewilding Europe und vielen anderen gefördert. In den kommenden drei Jahren sind weitere Auswilderungen im Projektgebiet geplant.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen
WWF: Nationaler Renaturierungsplan lückenhaft und ambitionslos
Zum Ende der Begutachtung: Zentrale Maßnahmen fehlen, Finanzierung ungeklärt – Weitreichende Ausnahmen bei Stadtbegrünung – WWF fordert grundlegende Überarbeitung
WWF-Städtecheck: Große Lücken bei Stadtbegrünungsplänen
14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten
Wassermangel im Herbst: Sehr niedrige Wasserführung an über 80 Prozent der Flusspegel
September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
„Reh umgefahren. Halb so Wild“: WWF legt Beschwerde beim Werberat ein
Naturschutzorganisation kritisiert Verharmlosung von Tierleid und fordert Rücknahme des Smile-Sujets – Werberat sollte sich als klares Signal für Werbestopp oder Sujetwechsel aussprechen
WWF kritisiert späten und lückenhaften Start des Wasser-Registers
Umweltschutzorganisation fordert raschere Umsetzung und umfangreichere Erfassung der Wassernutzung – WWF warnt vor „blinden Flecken“ im Wasserentnahme-Register












