Scharfe Kritik zum Begutachtungsende: Kontrollrechte bei Großprojekten fallen weg – Naturschutzanwaltschaft an 20 Stellen beschnitten – Schutzstreifen an naturnahen Ufern auf fünf Meter reduziert
Good News: Nachwuchs in Inas ausgewilderter Bison-Herde
8 Monate nach der Auswilderung gibt es Neuigkeiten vom europäischen Bison Ina: Gemeinsam mit ihrer Herde streift sie durch die kaukasische Wildnis und hat sich mittlerweile gut eingewöhnt. Das aus dem Innsbrucker Alpenzoo stammende Tier wurde im Jänner gemeinsam mit weiteren Bisons aus europäischen Zoos nach Aserbaidschan umgesiedelt. Besonders erfreulich: Das erste Kalb der ausgewilderten Herde ist bereits geboren! Es stammt von einem gemeinsam mit Ina freigelassenen Muttertier namens Omacka. Das ist ein großartiges Zeichen für den Erfolg des Projekts! Denn Ziel des Auswilderungsprojektes ist es, die Population langfristig weiter zu vergrößern und einen stabilen, sich selbst erhaltenden Bestand aufzubauen.
Auch GPS-Halsbänder liefern wichtige Erkenntnisse über die Bewegungen der Tiere, die von ihnen genutzten Lebensräume und die Entwicklung der Herde. Seit der letzten Freilassung im Jänner sind die Bisons überwiegend in vier Gruppen unterwegs. Lediglich das männliche Tier Tigga hält sich derzeit weiter entfernt von den anderen Tieren auf. Es wird erwartet, dass er sich während der nächsten Brunftzeit wieder einer Herde anschließt. Auch innerhalb der Herden zeigen die GPS-Daten interessante Entwicklungen: Ina hält sich derzeit bevorzugt an der Seite eines männlichen Tieres auf.
Der WWF setzt sich seit 2012 für die Rückkehr der europäischen Bisons im Kaukasus ein. Mittlerweile konnten in der Region bereits 64 Tiere erfolgreich wieder angesiedelt werden – insgesamt ist die Zahl der wildlebenden Tiere im Shahdag Nationalpark seither auf rund 90 Tiere angewachsen. Die Bison-Wiederansiedlung im Shahdag-Nationalpark ist ein Projekt des aserbaidschanischen Umweltministeriums in Zusammenarbeit mit dem WWF, dem europäischen Erhaltungszuchtprogramm für den Wisent der EAZA, dem Tierpark Berlin und der Umweltschutzorganisation IDEA. Das Projekt wird von Rewilding Europe und vielen anderen gefördert. In den kommenden drei Jahren sind weitere Auswilderungen im Projektgebiet geplant.
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