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Mega-Citys im Klimastress
Hongkong, 12. November 2009 – Dhaka, Manila und Jakarta führen das Ranking von elf der am stärksten durch den Klimawandel betroffenen großen Städte Asiens an. Das ist das Ergebnis eines neuen WWF-Berichts. Der Bericht deckt elf in Küstenregionen oder Flussdeltas liegende urbane Zentren in ganz Asien ab. Am meisten gefährdet ist Dhaka (neun von zehn möglichen Punkten für Anfälligkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels). Weitere Städte, die einem ähnlich hohen Risiko unterliegen, sind Manila und Jakarta (je acht), Kalkutta und Phnom Penh (je sieben), Ho Chi Minh City und Shanghai (je sechs), Bangkok (fünf), Kuala Lumpur, Hong Kong und Singapur (je vier Punkte).
Dem Bericht „Mega-Stress For Mega-Citys“ zufolge weisen viele der untersuchten Städte gegenüber Bedrohungen wie Stürme oder Überflutungen eine extreme hohe Anfälligkeit auf. Die große Zahl an Menschenleben und Vermögenswerten, die dabei auf dem Spiel stehen, sind Besorgnis erregend. Gleichzeitig mangelt es den Städten oft an der notwendigen Kompetenz, um sich gegen die verheerenden Auswirkungen der zu erwartenden Katastrophen zu schützen.
„Der Klimawandel erschüttert bereits Städte in unterentwickelten Landstrichen in ganz Asien und wird in Zukunft noch brutaler“, warnt Kim Carstensen, Leiter des internationalen WWF-Klimaprogramms „Die Städte sind verwundbar und brauchen dringend Hilfe damit Millionen von Menschenleben und riesigen Vermögenswerte geschützt werden können.“
„Die Städte tragen Verantwortung für den Großteil des Energiekonsums und der Treibhausgasemissionen, aber sie sind auch Pioniere, wenn es um die Entwicklung innovativer Lösungen geht. Wir können es uns nicht leisten, sie dem Klimawandel zu überlassen. Stattdessen müssen wir sie darin fördern, den Kampf gegen den Klimawandel stärker voranzutreiben und sowohl ländliche als auch urbane Regionen vor verheerenden Auswirkungen zu schützen“, so Carstensen.
Der Bericht schließt auch Rankings für Subkategorien wie Belastung der Umwelt, sozioökonomische Empfindlichkeit und Anpassungsfähigkeit mit ein. Ärmeren Städten mangelt es oft an ausreichender Anpassungsfähigkeit und daher werden sie auch als stärker gefährdet gereiht. “Die politische Führung in besonders gefährdeten Gebieten wie Dhaka, Manila oder Jakarta braucht dringend Hilfe von der industrialisierten Welt. Effektive kurz- oder langfristige Anpassung wird von finanzieller Unterstützung, technologischer Kooperation und Kompetenz erweiternden Maßnahmen abhängen“, so Carstensen.
Während sich die Staatsoberhäupter in Singapur für den APEC-Gipfel (Organisation für Asiatisch-Pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit) vorbereiten, ruft der WWF die Entwicklungs- und Industrieländer zur Kooperation auf, um diese äußerst verwundbaren Städte gegen die negativen Folgen des Klimawandels zu wappnen. Der APEC-Gipfel bietet diese Woche in Singapur eine gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit zwischen Entwicklungs- und Industrieländern zu den Themen Anpassung an die Folgen des Klimawandels und CO2-armes Wirtschaftswachstum zu vertiefen. “Der Klimagipfel in Kopenhagen ist nur mehr einige Wochen entfernt, aber bis jetzt hat die politische Führung dabei versagt, einen klaren Weg zum Erfolg in Dänemark zu betreten“, so Carstensen. “APEC ist für die politische Führung der Schlüsselländer die letzte Chance vor Kopenhagen zu zeigen, dass sie den Planeten wirklich vor dem Klimawandel retten wollen.“
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF Österreich, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at.
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