Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
Namlosbach: WWF kritisiert irreführende Aussagen der E-Werke Reutte
Innsbruck, Reutte, 23. September 2026 – Der WWF kritisiert die aktuellen Aussagen der E-Werke Reutte zur geplanten Wasserableitung aus dem Namlosbach als „irreführend“ und fordert erneut einen Stopp des Projekts im Schutzgebiet Tiroler Lech. „Die E-Werke stellen einen massiven Eingriff als ökologisch unbedenklich dar. Das ist dreiste Schönfärberei. Die Ableitung gefährdet genau jene Wildflusslandschaft, die hier unter Schutz steht“, sagt WWF-Sprecherin Marlis Knapp vom Tiroler WWF-Büro.
Der Namlosbach ist Teil des geschützten Wildflusssystems Tiroler Lech. Dessen Erhaltungsziele umfassen ausdrücklich auch die Seitenzubringer. „Die Seitenbäche versorgen den Lech mit Wasser und Geschiebe. Die geplante Ableitung gefährdet Lebensräume und die charakteristische Flussdynamik. Der Schutz dieser einzigartigen Wildflusslandschaft muss bei der Energieplanung Vorrang haben“, fordert Knapp.
Auch bei der Bewertung des Gewässerzustands kritisiert der WWF die Darstellung der E-Werke: Der betroffene Oberlauf des Namlosbachs wird laut Nationalen Gewässerschutzplan (NGP) als ökologisch „sehr gut“ eingestuft und gehört damit österreichweit zu den letzten 14 Prozent ökologisch intakter Flussstrecken. Die E-Werke sprechen hingegen nur von einem „guten“ Zustand. „Die E-Werke reden den ökologischen Wert des Baches klein und verharmlosen zugleich die Folgen ihrer Pläne“, kritisiert Knapp.
Der WWF fordert die E-Werke Reutte auf, naturverträgliche Alternativen zur Wasserableitung voranzutreiben. Dazu zählen Photovoltaik auf bereits versiegelten Flächen, Speicherlösungen und mehr Energieeffizienz. „Eine moderne Energieplanung schützt unsere letzten Flussjuwele und nutzt naturverträgliche Möglichkeiten konsequent aus. Dafür braucht es einen neuen Kurs der E-Werke“, sagt Knapp.
Bilder zum Namlosbach und WWF-Sprecherin Marlis Knapp sind HIER abrufbar.
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