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Schaf mit „Kettenhemd“: WWF kritisiert Kärntens Versäumnisse beim Herdenschutz
Klagenfurt, am 14. Juli 2026 – Anlässlich der öffentlichen Debatte über ein als „Kettenhemd“ bekannt gewordenes Schutznetz für Schafe kritisiert der WWF die fehlende Herdenschutzförderung in Kärnten. „Die Landesregierung lässt die Betriebe beim Herdenschutz im Stich. Kärnten sollte bewährte Maßnahmen wie Herdenschutzzäune, Behirtung und Herdenschutzhunde fördern und rasch ein verlässliches Herdenschutzprogramm auflegen“, sagt WWF-Experte Christian Pichler. Das mit Spitzen versehene Schutznetz sei tierschutzfachlich „höchst problematisch“. Es könne das Tierwohl beeinträchtigen, die Bewegungsfreiheit einschränken und das Verletzungsrisiko erhöhen.
Zu den anerkannten Herdenschutzmaßnahmen im Alpenraum zählen elektrifizierte Schutzzäune, Behirtung, Herdenschutzhunde, Nachtpferche und eine an Gelände, Betrieb und Herdengröße angepasste Weideführung. Der WWF fordert dafür Förderungen, qualifizierte Beratung und praxistaugliche Unterstützung. Kärnten könnte dafür auch verfügbare EU-Fördermittel beantragen und im Land einsetzen.
„Wirksamer Herdenschutz schützt Weidetiere, stärkt die Almwirtschaft und entschärft Konflikte mit dem Wolf. Andere Länder im Alpenraum zeigen das seit Jahrzehnten vor“, sagt Christian Pichler vom WWF.
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