Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
WWF kritisiert EU-Fischereireform
Axel Hein, Fischereiexperte beim WWF Österreich, kommentiert die jüngsten Beschlüsse des EU-Fischereirats, den Beifang und den Rückwurf von Fischen in den kommenden Jahren zu reduzieren:
„Die EU-Fischereiminister haben sich gestern Nacht auf einen kraftlosen Kompromiss geeinigt. Die Ankündigung innerhalb eines Rückwurfverbotes zu erlauben, dass weiterhin sieben Prozent Beifang über Bord geworfen werden dürfen, bleibt weit hinter den Entscheidungen des EU Parlaments zurück. Es ist völlig unklar, wie das kontrolliert werden soll. Anstatt sich eindeutig für eine Kehrtwende in der Rückwurfpraxis auszusprechen, wollen die Fischereiminister Schlupflöcher ins Gesetz einbauen, die eine Fortführung der Verschwendung ermöglichen. Die Entscheidung ist zudem ein Schlag ins Gesicht für verantwortungsvolle Fischer, die ihre Rückwurfquote bereits jetzt unter ein Prozent gesenkt haben.“
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
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