Neue Hoffnungs-Zone für den Artenschutz im Mittelmeer – Basis für grenzüberschreitenden Schutz seltener Hai- und Rochenarten, Wale, Delfine und Meeresschildkröten – WWF fordert politische Zusagen
WWF: Mehr als eine Million Menschen fordern starkes EU-Gesetz gegen Entwaldung
Brüssel, Wien, am 13. November 2020. Die von einer europaweiten Umwelt-Allianz gestartete Aktion für ein starkes EU-Waldschutzgesetz ist binnen weniger Monate von mehr als einer Million Menschen unterstützt worden, wie die Naturschutzorganisation WWF am Freitag mitteilt. Im Zuge einer von der EU-Kommission gestarteten Konsultation wird noch bis zum 10. Dezember zur Unterstützung eines starken EU-Gesetzes für rodungsfreie Lieferketten aufgerufen. „In der EU dürfen in Zukunft keine Produkte mehr verkauft werden, die zur Abholzung der Regenwälder beitragen – weder durch Brandrodungen und weitere Naturzerstörung noch durch Menschenrechtsverletzungen“, sagt Hannah-Heidi-Schindler vom WWF Österreich zu den wesentlichen Zielen der #Together4Forests-Initiative.
„Die breite Unterstützung der Menschen ist ein klares Signal, dass die Politik vom Reden ins Handeln kommen muss. Mehr als zehn Prozent der in der EU gehandelten Produkte wie Fleisch, Soja für Futtermittel, Palmöl, Kaffee und Kakao tragen weltweit zur Entwaldung der Tropen bei. Damit befeuert Europa indirekt sowohl die Klimakrise als auch das Artensterben. Unzählige Tiere sind auf intakte Wälder angewiesen“, sagt Hannah-Heidi Schindler, Expertin für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich. Allein von 2015 bis 2020 sind laut FAO pro Jahr weltweit zehn Millionen Hektar aufgrund von Entwaldung verloren gegangen.
#Together4Forests ist eine gemeinsame Initiative von über 140 Umweltschutzgruppen. Eine Unterschrift zur Unterstützung der Aktion ist online unter www.wwf.at/together4forests möglich. “Sowohl die Politik als auch die Wirtschaft sind gefordert. Produkte, die mit Entwaldung und ihren Folgen verbunden sind, dürfen gar nicht erst in die Regale kommen“, fordert Hannah-Heidi Schindler.
Rückfragehinweis:
Volker Hollenstein
Leiter Politik & Kommunikation WWF Österreich
E-Mail: volker.hollenstein@wwf.at
Tel: +43 664 501 31 58
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Weltnaturkonferenz: WWF fordert Kurskorrektur bei Milliarden-Subventionen
UNO-Konferenz vor Abschluss – Reform umweltschädlicher Subventionen stark umkämpft – Naturschutzorganisation fordert verbindlichen Finanzierungsplan
WWF zum Klimagesetz: Ohne verbindliche Pflichten droht Mogelpackung
Begutachtungsfrist endet am Freitag: Verbindliche Sektorziele und Rechtsschutz fehlen, Standortklausel ermöglicht Rückzieher – Bundesregierung und Nationalrat müssen Entwurf nachschärfen
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Scheitern zentraler Verhandlungen
Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen
WWF: Über 1,25 Millionen Stimmen gegen Abbau des EU-Naturschutzes
Umwelt-Allianz übergibt Petition heute an EU-Umweltkommissarin Roswall – WWF fordert Erhalt zentraler Schutzgesetze und klare Position der Bundesregierung
WWF zu Klimaschäden: Bundesregierung muss Klimaschutz und Vorsorge stärken
Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
Niederösterreich: WWF plant Rückbau von sechs Flussbarrieren
Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
Waldbrände auf Borneo: WWF fordert Soforthilfe für Orang-Utans
Feuer und Rauch bedrohen Menschenaffen – Zerstörte Wälder verschärfen Nahrungsmangel – Regierungen sollen bei Weltnaturkonferenz Mittel für Rettung und Waldschutz zusagen
Bagger am Pitztaler Gletscher: WWF fordert strengeren Gletscherschutz
Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen













