Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen
WWF zu hohen Spritpreisen: Öffis ausbauen, Öl-Abhängigkeit im Verkehr senken

Wien, 17. September 2026 – Angesichts der hohen Spritpreise fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen beschleunigten Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, um die Öl-Abhängigkeit im Verkehr zu senken. „Unsere Abhängigkeit von Öl macht internationale Krisen zur Teuerungsfalle. Wer die Bevölkerung dauerhaft entlasten will, muss daher den Ölverbrauch senken und leistbare Alternativen schaffen“, sagt Reinhard Uhrig, Klima- und Energieexperte des WWF Österreich. Dafür brauche es bessere Bus- und Bahnverbindungen, sichere Radwege und einen rascheren Umstieg auf Elektromobilität. Auch das bewährte Klimaticket müsse wieder günstiger werden.
Kurzfristige Unterstützung müsse gezielt Menschen mit geringem Einkommen zugutekommen, die mangels Alternativen auf das Auto angewiesen sind. Pauschale Senkungen der Mineralölsteuer oder der CO2-Bepreisung würden hingegen viel Steuergeld kosten und die fossile Abhängigkeit Österreichs verlängern, warnt der WWF. „Die Politik muss dafür sorgen, dass mehr Menschen ihre Alltagswege gut und günstig mit Bus und Bahn zurücklegen können, gerade im ländlichen Raum“, fordert Uhrig. Zugleich müsse die laufende Umstellung auf emissionsfreie Öffis wie kleine Elektro-Busse stärker gefördert werden.
Eine EU-weite Besteuerung von Übergewinnen der Mineralölkonzerne ist aus WWF-Sicht ein sinnvoller Beitrag, um den Ausbau klimafreundlicher Alternativen zu finanzieren. „Während viele Menschen unter den hohen Spritpreisen leiden, müssen Mineralölkonzerne mit ihren Krisengewinnen zur Bewältigung der Folgen herangezogen werden. Dieses Geld muss vor allem den Ausstieg aus der Öl-Abhängigkeit beschleunigen“, fordert Uhrig.
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