Artenschutz für Urlauber

Achtung beim Souvenirkauf im Urlaub!

Der internationale Handel hat bereits viele Tier- und Pflanzenarten an den Rand der Ausrottung gebracht.

Informieren Sie sich daher vor Ihrem Urlaub, welche Souvenirs Sie besser nicht mit nach Hause bringen sollten – im WWF Souvenirratgeber oder auf der Website des Finanzministerium zu Zollangelegenheiten.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

Auch der Kauf von exotischen Souvenirs trägt zur Gefährdung von Arten bei. Deshalb regeln internationale Übereinkommen (= CITES) den Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten.

Am Zoll wird nicht zwischen Gekauftem oder selbst Gesammeltem unterschieden.

Befindet sich das falsche Souvenir ohne die entsprechenden offiziellen Papiere im Gepäck oder werden lebende Tiere geschmuggelt, kann das bis zu € 80.000,- Strafe kosten oder mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet werden. Die Mindeststrafen sind mit über € 700,- ebenfalls schmerzhaft. Das Souvenir wird natürlich beschlagnahmt.

Erforderliche Genehmigungen

Für Produkte aus bedrohten Arten benötigt man, sofern man sie überhaupt ein- oder ausführen darf, amtliche Ausfuhrgenehmigungen des Herkunftslandes und meist auch Einfuhrgenehmigungen der österreichischen Behörden, die man VOR der Reise beantragen muss!
Leitfaden für den Souvenirkauf im Urlaub

Behördliche Genehmigungen sind zum Mitbringen folgender Souvenirs nötig:

  • für mehr als 125g Stör-Kaviar
  • für Reptillederprodukte wie Gürtel und Handtaschen.
  • für alle Orchideen und Kakteen aus der Natur
  • für die meisten Korallen– und einige Muschel- und Schneckenarten
  • für alle Seepferdchen und einige Haie
  • für Holzprodukte aus bedrohten Baumarten wie Sandelholz, Palisander oder Mahagoni

Für viele Arten sind der kommerzielle Handel und die Einfuhr in die EU aber gänzlich verboten.

Für Touristen gelten zum Teil erleichterte Handelsbedingungen. Für legal erworbene Souvenirs aus weniger streng geschützten Arten braucht man keine Einfuhrgenehmigungen, und bestimmte Produkte können sogar ohne Artenschutzpapiere eingeführt werden:

  • 125 Gramm Stör-Kaviar
  • drei „Regenstöcke“, das sind Musikinstrumente aus Kakteenholz,
  • vier Erzeugnisse von Krokodilen
  • drei Fechterschnecken
  • drei Riesenmuscheln
  • vier Seepferdchen

Achtung bei lebenden Tieren und Pflanzen!

Für lebende Tiere gelten strengere Regelungen. Man benötigt neben den entsprechenden Artenschutzpapieren auch Gesundheitszeugnisse und muss Tierschutzgesetze beachten. Da der Transport für die Tiere oft eine große Belastung sind – lieber Hände weg von lebenden Tieren!

Für die Einfuhr lebender Pflanzen braucht man neben Artenschutzpapieren meist auch Pflanzengesundheitszeugnisse.

Empfehlungen und weitere Informationen

Für über 35.000 Tier- und Pflanzenarten gelten Handelsbeschränkungen. Da man schwerlich alle Arten kennen kann, ist auch aus diesem Grund von einem Kauf abzuraten.

Obwohl einige Produkte aus bedrohten Arten legal erworben werden dürfen, sollte man generell auf Souvenirs die aus wild lebenden Tier- und Pflanzenarten hergestellt sind verzichten. Es gibt viele Reisemitbringsel, die der Natur keinen Schaden zufügen und den Menschen vor Ort als Einnahmequelle dienen. Kaufen Sie darum besser Töpfereien, Korbwaren, Teppiche oder Schmuck aus Glasperlen – Sie vermeiden so Schaden für sich und für die Natur.

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Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

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