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Grillsaison ist Billigfleisch-Saison

Hohe Rabatte zu Lasten der Umwelt

Pünktlich zum Start der Grillsaison veröffentlichten wir gemeinsam mit den Vier Pfoten eine Marktanalyse von Rabattaktionen in heimischen Supermärkten. Dabei zeigt sich, wie häufig Fleisch zu Schleuderpreise verkauft wird. Insgesamt waren in einem Untersuchungszeitraum von April bis Mai 254 Fleischprodukte rabattiert. Der Vergünstigung, die fünf Supermarkt-Ketten in ihren österreichweiten Flugblättern anboten, lagen durchschnittlich bei 22 Prozent, erreichten aber teilweise sogar 50 oder 60 Prozent. Das zeigt: der Preiskampf im Handel zerstört die Wertigkeit von Fleisch – und erhöht den Druck auf die Umwelt und auf die Landwirtschaft.
Was wir jetzt dringend brauchen, sind ein Verbot von schädlichen Rabatten auf Fleischprodukte und die Einführung von klimafairen Preisen!
 
Fleischrabatt Diagramm

I am from Austria – oder doch nicht?

Während Frischfleisch in Österreich nach Herkunft gekennzeichnet werden muss, gibt es bei verarbeiteten Produkten wie Grillwürsten oder mariniertem Fleisch keine verpflichtende, flächendeckende Herkunftsangabe. Doch selbst eine klare Herkunftskennzeichnung würde noch nichts über Tierwohl aussagen. Österreichische Putenproduzenten etwa stehen durch die ausländische Billigpute unter enormem Preisdruck. Das bedeutet allerdings noch nicht, dass in Österreich bei der Tierhaltung alles in Ordnung ist. Die Rabatt-Analyse verdeutlicht auch die absurde Schieflage bei der Wertigkeit von Produkten. Gemeinsam mit anderen Maßnahmen würde der von uns vorgeschlagene Verzicht auf schädliche Rabatte dazu beitragen, den Druck auf die Landwirtschaft zu verringern und angemessene Erzeugerpreise zu fördern.

 

 

Heimischer Fleischkonsum liegt im weltweiten Spitzenfeld

Mit einem Fleischkonsum von durchschnittlich 64 Kilo pro Person im Jahr liegt Österreich im weltweiten Spitzenfeld und weit über allen wissenschaftlichen Empfehlungen.
Bei der Ernährung hat die Reduktion des Fleischkonsums die größten positiven Effekte für Klima und Gesundheit. Einerseits geht es um weniger und dafür qualitativ besseres Fleisch. Andererseits gibt es immer mehr Alternativen. Die Politik und der Handel sind daher gefordert, eine klima- und umweltfreundliche Ernährung stärker zu unterstützen.

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