Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
Kaunertal: WWF kritisiert Ausbauprojekt als “gefährlich und naturzerstörerisch”
Der WWF bewertet die heutige UVP-Auflage für den Platzertal-Speicher im Rahmen des Ausbauprojekts Kraftwerk Kaunertal als “gefährlich und naturzerstörerisch“. Mögliche Gefahren im Zusammenhang mit der Klimakrise, wie beispielsweise Bergstürze durch das Auftauen von Permafrostböden in den Alpen, seien weiterhin ungeklärt und stellten daher ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Zudem würde durch den Platzertal-Speicher ein Tiroler Naturjuwel für immer zerstört. Der WWF fordert daher erneut den Stopp des Projekts und die Umsetzung sicherer Alternativen für eine naturverträgliche Energiewende. “Das Planungsfossil Kaunertal-Ausbau zerstört einzigartige Natur, ist sündteuer und obendrein mit enormen Sicherheitsrisiken verbunden. Die Tiwag muss endlich ihre Scheuklappen abnehmen und die weitaus besseren Alternativen ernsthaft angehen”, sagt Maximilian Frey vom WWF.
Studien haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass beispielsweise die Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz energiewirtschaftlich sinnvoll ist. Diese Standortalternative würde bei gleicher Pumpspeicherleistung weit weniger Naturzerstörung mit sich bringen. So müsste das wertvolle Moor- und Feuchtgebiet im Platzertal nicht zerstört werden, da kein neues Speicherbecken benötigt wird. Die Leistungserhöhung bestehender Pumpspeicherkraftwerke ist auch gängige Praxis in Österreich.
Der WWF wird sich aufgrund der massiven Bedenken im laufenden Verfahren gegen das Projekt einbringen. “Das Platzertal beherbergt ein einzigartiges Moor-Feuchtgebiet, wie es in diesem Ausmaß nirgends sonst in Österreich erhalten geblieben ist. Keine erdenkliche Ausgleichsmaßnahme wird diese Naturzerstörung jemals ersetzen können. Damit wäre ein weiterer Alpenschatz für die kommenden Generationen unwiederbringlich verloren”, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
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