Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Klimastreik: WWF fordert mehr Tempo beim Klimaschutz
Die Zeit drängt: Österreich hat einen extremen Sommer voller orkanartiger Stürme, Starkregenereignisse und Überschwemmungen sowie Hitzewellen bis weit in den September hinter sich – aufgrund der Klimakrise sind die nächsten Naturkatastrophen schon vorprogrammiert. Die Umweltschutzorganisation WWF Österreich ruft daher auch heute wieder auf, am Klimastreik teilzunehmen und fordert mehr Tempo in der Klimapolitik: “Österreich liegt im Klimaschutzindex weit hinter dem EU-Durchschnitt. Ohne ein wirksames Klimaschutzgesetz, das seit 988 Tagen überfällig ist, ein umfangreiches Energiesparpaket und Maßnahmen gegen den Bodenverbrauch wird Österreich zum klimapolitischen Hinterbänkler. Mehr als 1,5 Jahre nach Beginn des Kriegs in der Ukraine dürfen in Österreich noch immer neue Gasheizungen eingebaut werden, das ist nicht nachvollziehbar und politisch grob fahrlässig. Wir brauchen daher möglichst schnell ein Erneuerbare-Wärme-Gesetz, das den verbindlichen Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen regelt“, sagt Thomas Zehetner, Klimasprecher des WWF Österreich.
Der WWF fordert die Politik zu mehr Tempo beim Klimaschutz auf: Ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten, um die Klimaneutralität bis spätestens 2040 zu schaffen. Ein Energiesparpaket mit verstärkten Förderungen für Gebäudesanierung und verpflichtender Sonnenenergienutzung bei allen Neubauten und Renovierungen. Ein bundesweites Bodenschutzgesetz mit Maßnahmen gegen den Bodenverbrauch und für eine Entsiegelung – denn nur mit den Ökosystemleistungen intakter Naturräume können die schlimmsten Auswirkungen der Klimakrise wie Extremwetterereignisse abgemildert, lokale Hitzepole verhindert und Österreichs Versorgungssicherheit in Zeiten weltweiter Dürren und Ernteausfälle für die Zukunft sichergestellt werden. Ein Erneuerbare-Wärme-Gesetz für den Ausstieg aus klimaschädlichen und teuren Öl- und Gasheizungen, samt Zeitplan für den Tausch bestehender Anlagen. Die rasche Reparatur des Energieeffizienzgesetzes um Einsparungen zum Geschäftsmodell zu machen, samt konkreter Einsparverpflichtungen für Bundesländer und Energiewirtschaft. Den Stopp bzw. die ökosoziale Reform klimaschädlicher Subventionen im öffentlichen und privaten Sektor. Und schließlich eine Verkehrswende weg von Auto und Flugzeug, hin zu Fahrrad und Öffis.
Klimaschutz und Ernährung hängen eng zusammen. Deshalb wird ein Eat4Change-Infostand des WWF-Jugendnetzwerks Generation Earth während der Abschlusskundgebung des Klimastreiks von 14:15 bis 16 Uhr auf dem Heldenplatz stehen. Alle Altersstufen können sich dort über nachhaltige und klimafreundliche Ernährung informieren.
Für alle, die noch mehr über klimafreundliche Ernährung wissen wollen, findet ein weiterführender Eat4Change-Young-Leader-Workshop am Freitag, 29. September, statt: Unter dem Motto „Protect the climate and planet – one bite at a time!“ geht es um die Verbindung zwischen Ernährung und Auswirkungen auf Umwelt und Klima, dabei werden die Vorteile nachhaltiger und vegetarischer Ernährung aufgezeigt. Gemeinsam werden die Auswirkungen unseres bisherigen Lebensmittelsystems auf die Erde erarbeitet und diskutiert – dazu werden Wege aufgezeigt, um selbst aktiv zu werden. Infos: https://www.generationearth.at/29-09-23-eat4change-leadership-workshop-in-wien
Fotos von WWF-Klimasprecher Thomas Zehetner zur freien Verwendung hier.
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