Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Nachhaltiges Weihnachtsfest: WWF fordert Paket gegen Lebensmittel-Verschwendung
Jährlich werden in Österreich mehr als 1,2 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet. Damit könnte theoretisch der Bedarf von 1,7 Millionen Menschen gedeckt werden – das entspricht in etwa der Bevölkerung Niederösterreichs. Auch in der Adventszeit und an den Feiertagen um Weihnachten und Neujahr landen viele Lebensmittel unnötig im Müll. “Hamsterkäufe, schlechte Bedarfsplanung, falsche Lagerung und geringe Resteverwertung sorgen für massenhaft Lebensmittel-Abfälle rund um den Jahreswechsel. Diese Verschwendung können wir uns angesichts von Armut, Teuerung und Klimakrise nicht leisten”, warnt WWF-Experte Dominik Heizmann. Denn die Lebensmittel-Verschwendung belastet neben der Geldbörse auch Umwelt und Klima massiv. Knapp zehn Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen sind auf die Verschwendung von Lebensmitteln zurückzuführen. “Besonders klimaschädlich ist es, wenn ressourcenintensive Produkte wie Fleisch oder Milchprodukte im Müll landen – sie zu verschwenden, muss ausnahmslos tabu sein”, sagt Heizmann.
Der WWF fordert daher ein umfassendes Maßnahmenpaket von der künftigen Bundesregierung. Sie muss Rahmenbedingungen schaffen, damit Unternehmen und öffentliche Einrichtungen Überschüsse nicht entsorgen, sondern zunächst vermeiden, weiterverarbeiten oder weitergeben. “Insbesondere muss die künftige Bundesregierung rechtliche Hürden bei der Weitergabe an Armutsbetroffene abbauen und die Meldepflicht für Lebensmittelabfälle vom Handel auf die gesamte Lebensmittelkette ausweiten. Nur so können wir die unnötige Verschwendung vom Feld bis zum Teller reduzieren“, sagt Dominik Heizmann vom WWF.
Tipps für genussvolle Feiertage ohne Verschwendung
Der WWF empfiehlt trotz der Feiertage auf Hamsterkäufe zu verzichten und einen guten Überblick über die eigenen Vorräte zu bewahren. Denn Spontankäufe führen oft zu unnötigen Lebensmittelabfällen und belasten das Haushaltsbudget. Sollte trotz guter Planung dennoch etwas vom Festessen übrig bleiben, empfiehlt der WWF Österreich zudem eine kreative Resteverwertung mit schmackhaften Rezepten ganz ohne Verschwendung. “Wir müssen jedes Kilogramm an wertvollen Lebensmitteln im Müll vermeiden und gerade zu besonderen Anlässen darauf achten, nicht mehr einzukaufen, als wir wirklich essen können – auch wenn uns Angebote in Supermärkten dazu verleiten”, sagt Dominik Heizmann vom WWF.
Tipps für Konsument:innen hier.
WWF-Reste-Kochbuch zum Download hier.
News
Aktuelle Beiträge
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen
WWF: Nationaler Renaturierungsplan lückenhaft und ambitionslos
Zum Ende der Begutachtung: Zentrale Maßnahmen fehlen, Finanzierung ungeklärt – Weitreichende Ausnahmen bei Stadtbegrünung – WWF fordert grundlegende Überarbeitung
WWF-Städtecheck: Große Lücken bei Stadtbegrünungsplänen
14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten
Wassermangel im Herbst: Sehr niedrige Wasserführung an über 80 Prozent der Flusspegel
September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
„Reh umgefahren. Halb so Wild“: WWF legt Beschwerde beim Werberat ein
Naturschutzorganisation kritisiert Verharmlosung von Tierleid und fordert Rücknahme des Smile-Sujets – Werberat sollte sich als klares Signal für Werbestopp oder Sujetwechsel aussprechen
WWF kritisiert späten und lückenhaften Start des Wasser-Registers
Umweltschutzorganisation fordert raschere Umsetzung und umfangreichere Erfassung der Wassernutzung – WWF warnt vor „blinden Flecken“ im Wasserentnahme-Register









