Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
Neue steirische Landesregierung: WWF kritisiert schwache Bodenschutz-Pläne
Die Naturschutzorganisation WWF bewertet die bisher bekannten Bodenschutz-Pläne der neuen steirischen Landesregierung als “schwach und lückenhaft”. “Fachlich notwendige Maßnahmen fehlen entweder ganz oder werden nur oberflächlich angekündigt. Dazu kommen falsche Signale wie das Beharren auf weiteren Großprojekten im Straßenbau, obwohl das langfristig nur mehr Verkehr, Transit und Zersiedelung mit sich bringen wird”, sagt WWF-Bodenschutz-Sprecher Simon Pories nach einer ersten Analyse des steirischen Regierungsprogramms. Sinnvoll sei die angekündigte “bessere Kontrolle und mehr Unterstützung der Gemeinden”. Zugleich warnt der WWF vor einer gezielten Schwächung des Bodenschutzes unter dem Deckmantel der angekündigten “Deregulierung in der Bau- und Raumordnung”. “Das darf kein Türöffner für noch mehr Chaletdörfer und Gewerbeparks auf der grünen Wiese werden”, sagt Pories.
Für die angekündigte Bodenstrategie und die Novelle des Raumordnungsgesetzes fordert der WWF verbindliche Reduktionsziele und strengere Regeln als bisher. Zudem sollte die neue Landesregierung klare Siedlungsgrenzen verordnen und eine Naturschutz-Offensive starten. “Das wäre auch ein Beitrag zur langfristigen Krisensicherheit, weil Extremwetter-Ereignisse aufgrund der Klimakrise tendenziell stärker und häufiger werden”, sagt Simon Pories vom WWF. Denn auf Beton und Asphalt können Wassermassen nicht versickern, sondern werden gestaut oder sogar beschleunigt. “Neben vorbeugendem Bodenschutz muss die Politik daher Maßnahmen zur Entsiegelung und Begrünung starten. Parallel dazu sollte die Raumordnung ökologisiert werden, damit Klimarisiken besser berücksichtigt werden”, sagt Pories.
Den Handlungsbedarf zeigen die Daten der Digitalen Katastralmappe des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden in der Steiermark mehr als 100 Quadratkilometer Boden verbraucht und versiegelt, was umgerechnet der verbauten Fläche von Graz, Leoben und Kapfenberg entspricht. Zuletzt lag der Bodenverbrauch pro Tag bei rund 2,85 Hektar und somit allein in der Steiermark höher als das bundesweite Nachhaltigkeitsziel von 2,5 Hektar.
Eine Grafik und Bilder mit mehreren Negativ-Beispielen für den Bodenverbrauch in der Steiermark finden Sie hier zum Download.
News
Aktuelle Beiträge
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung
WWF-Erfolg: Comeback der Spitzmaulnashörner in Südafrika
Hoffnung für eine stark bedrohte Art: Durch Schutzmaßnahmen leben wieder 6.487 Spitzmaulnashörner in Südafrika. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind eine große Gefahr.
WWF: Neues Gesetz bedroht Österreichs letzte intakte Flüsse
Naturschutzorganisation warnt vor „Freibrief für Flussverbauung“ durch EABG – Geplantes Aufweichen des Gewässerschutzes geht weit über EU-Vorgaben hinaus – WWF fordert deutliche Verbesserungen
20 Jahre WWF Earth Hour: Licht aus gegen Energieverschwendung
Jubiläum für eine der größten Klima- und Naturschutz-Aktionen – Berühmte Wahrzeichen, Städte und Gemeinden machen mit – Bundespräsident Van der Bellen unterstützt Aktion in Österreich










