Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Anlässlich der aktuellen Debatte über die Vorstandsbezüge bei der landeseigenen Tiwag fordert der WWF eine neue Gemeinwohl-Strategie für den Energiekonzern. Das Land Tirol solle Bezüge und Boni verbindlich deckeln, transparent regeln und stärker am öffentlichen Interesse ausrichten. Zugleich brauche die Tiwag eine energiepolitische Neuausrichtung: leistbare Energie, effiziente Nutzung bestehender Anlagen und eine naturverträgliche Investitionsstrategie statt riskanter Großprojekte. „Die Tiwag muss stärker am Gemeinwohl ausgerichtet werden. Klare Grenzen für Bezüge und Boni sind dafür genauso wichtig wie eine naturverträgliche Investitionsstrategie“, sagt Maximilian Frey vom Tiroler WWF-Büro.
Diese Neuausrichtung betrifft aus Sicht der Umweltschutzorganisation besonders das geplante Ausbauprojekt Kaunertal. „Gerade ein landeseigener Energiekonzern muss Versorgungssicherheit und Naturverträglichkeit zusammenbringen. Der Ausbau Kaunertal steht für das genaue Gegenteil: massive Eingriffe in alpine Lebensräume und ein veraltetes Verständnis von Energieversorgung“, sagt WWF-Experte Frey.
Besonders kritisch sieht der WWF, dass die Tiwag-Vorstandsbezüge künftig womöglich nicht mehr im Geschäftsbericht offengelegt werden müssen. „Das Land Tirol muss die drohende Transparenzlücke schließen. Die Tiroler Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, wie die Bezüge und Boni in ihrem Landesunternehmen geregelt sind“, sagt Frey. Gerade bei einem Unternehmen im öffentlichen Eigentum brauche es mehr Transparenz statt weniger.
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