WWF-Auswilderungsprojekt mit europäischen Bisons zeigt Erfolge: Herde gut eingelebt, erstes Kalb geboren – Population steigt auf 90 Tiere – GPS-Sender verfolgen Bewegungen – Weitere Auswilderungen geplant
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
Mit einer 660 Meter langen Menschenkette durch die Innsbrucker Altstadt haben am Donnerstagabend hunderte Tirolerinnen und Tiroler ein sichtbares Zeichen gegen die drohende Zerstörung des Platzertals gesetzt. Die Strecke vom Goldenen Dachl bis zur Triumphpforte entsprach exakt der Breite jenes Staudamms, den die Tiwag im Rahmen des Kraftwerksausbaus Kaunertal errichten will. Zu der Protestaktion aufgerufen hatte die Initiative „Rettet das Platzertal“, in der sich Bürgerinnen und Bürger aus ganz Tirol gemeinsam mit den Bürgerinitiativen „Einzigartiges Platzertal“ und „Lebenswertes Kaunertal“, dem WWF, dem Österreichischen Alpenverein, WET – Wildwasser Erhalten Tirol und weiteren Organisationen engagieren.
„Es gibt Alternativen zum Kraftwerksausbau, aber kein zweites Platzertal. Ausgerechnet in Zeiten zunehmender Trockenheit und Wetterextreme soll das größte nahezu unberührte hochalpine Moor- und Feuchtgebiet Österreichs zerstört werden. Die Tiwag und die Tiroler Landespolitik müssen die Warnungen von Wissenschaft, Naturschutz und Bevölkerung endlich ernst nehmen und naturverträgliche Alternativen prüfen“, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
Das Platzertal in den Ötztaler Alpen zählt zu den ökologisch wertvollsten Hochgebirgslandschaften des Alpenraums. Das Tal beherbergt das größte nahezu unberührte hochalpine Moor- und Feuchtgebiet Österreichs und gilt aufgrund seiner außergewöhnlichen Naturnähe als bedeutender Rückzugsraum für zahlreiche seltene und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
Gemeinsam mit der Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert der WWF die Verantwortlichen auf, den Kraftwerksausbau Kaunertal zu stoppen und naturverträgliche Alternativen zu verfolgen, die den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen, ohne einen der bedeutendsten Naturräume Tirols dauerhaft zu zerstören.
Aktuelle Bilder der Protestaktion stehen hier zum Download bereit und werden laufend ergänzt.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswertung: Tötungskontingente für über 1.000 Biber in sechs Bundesländern
WWF kritisiert EU-rechtswidrige Verordnungen und ausgehebelte Einzelfallprüfungen – Tötungen können zwei Jahrgänge von Jungtieren treffen – Vorrang für Prävention gefordert
WWF zur UVP-Novelle: Umweltprüfung für Rechenzentren muss strenger werden
Aufnahme ins UVP-Gesetz positiver erster Schritt – WWF fordert niedrigere Schwellenwerte für UVP-Pflicht – In schutzwürdigen Gebieten ist geplanter Wert zehn Mal höher als ökologisch vertretbar
147 Jungvögel: Nachwuchsrekord bei Marchegger Weißstörchen
Brutbilanz 2026: 30 Jahre alter Rekord gebrochen – 147 Jungvögel bei 46 Brutpaaren nachgewiesen – WWF-Auenreservat bietet wertvollen Lebensraum
WWF: Totschnig muss Klima-Risikoanalyse für Gepatsch-Speicher anordnen
Anstehende Sicherheitsüberprüfung als Hebel – Klimafitte Untersuchungen zu Permafrost und Bergsturzrisiken fehlen – WWF fordert Aussetzung des UVP-Verfahrens für Kaunertal-Ausbau
Klimagesetz: WWF warnt vor Mogelpackung
Ohne wirksame Nachschärfungen bleibt Klimagesetz ein Etikettenschwindel – Umweltschutzorganisation fordert verbindliche Zwischenziele und rasche Maßnahmen
WWF: Amazonas-Fische helfen, den Regenwald zu erhalten – 144 Arten bedroht
Neuer Report: Flussverbauung und Überfischung gefährden Fischbestände und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen – WWF fordert Schutz frei fließender Flüsse und wichtiger Fischlebensräume
WWF zu hohen Spritpreisen: Öffis ausbauen, Öl-Abhängigkeit im Verkehr senken
Umweltschutzorganisation fordert bessere Bus- und Bahnverbindungen, sichere Radwege und günstigeres Klimaticket – Übergewinne der Mineralölkonzerne EU-weit besteuern
Google-Rechenzentrum: WWF begrüßt erneute Prüfung der UVP-Pflicht
Umweltschutzorganisation fordert umfassende Umweltprüfung in Kronstorf nach Fall in Niederösterreich – Bundesregierung muss eindeutige Regeln für große Rechenzentren im UVP-Gesetz verankern










