In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
WWF: Hunderte Menschen setzen Zeichen für den Schutz des Platzertals
Mit einer 660 Meter langen Menschenkette durch die Innsbrucker Altstadt haben am Donnerstagabend hunderte Tirolerinnen und Tiroler ein sichtbares Zeichen gegen die drohende Zerstörung des Platzertals gesetzt. Die Strecke vom Goldenen Dachl bis zur Triumphpforte entsprach exakt der Breite jenes Staudamms, den die Tiwag im Rahmen des Kraftwerksausbaus Kaunertal errichten will. Zu der Protestaktion aufgerufen hatte die Initiative „Rettet das Platzertal“, in der sich Bürgerinnen und Bürger aus ganz Tirol gemeinsam mit den Bürgerinitiativen „Einzigartiges Platzertal“ und „Lebenswertes Kaunertal“, dem WWF, dem Österreichischen Alpenverein, WET – Wildwasser Erhalten Tirol und weiteren Organisationen engagieren.
„Es gibt Alternativen zum Kraftwerksausbau, aber kein zweites Platzertal. Ausgerechnet in Zeiten zunehmender Trockenheit und Wetterextreme soll das größte nahezu unberührte hochalpine Moor- und Feuchtgebiet Österreichs zerstört werden. Die Tiwag und die Tiroler Landespolitik müssen die Warnungen von Wissenschaft, Naturschutz und Bevölkerung endlich ernst nehmen und naturverträgliche Alternativen prüfen“, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
Das Platzertal in den Ötztaler Alpen zählt zu den ökologisch wertvollsten Hochgebirgslandschaften des Alpenraums. Das Tal beherbergt das größte nahezu unberührte hochalpine Moor- und Feuchtgebiet Österreichs und gilt aufgrund seiner außergewöhnlichen Naturnähe als bedeutender Rückzugsraum für zahlreiche seltene und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
Gemeinsam mit der Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert der WWF die Verantwortlichen auf, den Kraftwerksausbau Kaunertal zu stoppen und naturverträgliche Alternativen zu verfolgen, die den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen, ohne einen der bedeutendsten Naturräume Tirols dauerhaft zu zerstören.
Aktuelle Bilder der Protestaktion stehen hier zum Download bereit und werden laufend ergänzt.
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