Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
WWF renaturiert einen der längsten natürlichen Flussabschnitte Österreichs
Der WWF Österreich plant den Abbruch von zwei Dämmen am Kärntner Radlbach. Dadurch wird einer der längsten, frei fließenden Flussabschnitte in Österreich wieder hergestellt: Insgesamt können 57 Flusskilometer wieder natürlich und ungehindert fließen. Das stärkt den Lebensraum im Gewässer und leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz heimischer Süßwasser-Arten. Durch die Anbindung erhofft sich der WWF vor allem die Rettung bedrohter Fischarten wie der Urforelle und neue Laichplätze. „Der Rückbau ist eine Chance, ein außergewöhnliches Flussjuwel zu schützen. Sobald die alten Dämme entfernt sind, wird neues Leben in den Radlbach kommen. Das ist ein absoluter Gewinn für dieses wertvolle Ökosystem”, sagt WWF-Expertin Carina Neuwirth. Der WWF fordert, dass solche naturbasierten Lösungen künftig stärker forciert werden, um intakte Flussökosysteme zu erhalten und ihre natürlichen Funktionen wiederherzustellen.
Naturbasierte Lösungen effektiver und nachhaltiger als technische Maßnahmen
Nur noch 14 Prozent der heimischen Flüsse sind in einem ökologisch sehr guten Zustand – darunter die seit 1967 durch die Dämme voneinander getrennten Abschnitte des Radlbachs und der Lieser. Die Dämme verhinderten bisher unter anderem, dass Fische wandern können und ihre Laichplätze erreichen. „Österreichs Flüsse sind verbaut, aufgestaut und zubetoniert. Statt oft wenig wirksamer technischer Maßnahmen müssen naturbasierte Lösungen wie der vollständige Rückbau von Querbauwerken – wo immer möglich – als vorrangige Option geprüft und umgesetzt werden“, sagt Carina Neuwirth vom WWF.
Salmon Connect und das Open Rivers Programme
Unter der Leitung des WWF arbeiten Umweltministerium, Land Kärnten, die Lawinen- und Wildbachverbauung sowie der Fischereiberechtigte als strategische Partner an diesem Meilenstein des österreichischen Fließgewässerschutzes. Das Projekt „Salmon Connect“ wird durch das „Open Rivers Programme” (ORP) finanziert. Diese gemeinnützige Förderinitiative fördert den Rückbau von Querbauwerken, kleineren Staudämmen und Wehren, um die in Europa vielfach stark fragmentierten Flüsse in ihrer Durchgängigkeit und ökologischen Funktionalität wieder herzustellen. Bislang wurden in Europa 197 Projekte gefördert, für Österreich ist “SalmonConnect” eines von drei Pionierprojekten.
News
Aktuelle Beiträge
Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten: WWF fordert sichere Routen
Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald
WWF kritisiert Spritpreis-Populismus der Bundesregierung
Umweltschutzorganisation fordert Sofortmaßnahmen für klimafreundliche Mobilität und schrittweisen Ausstieg aus Öl und Gas: Klimaticket vergünstigen, öffentliche Verkehrsmittel ausbauen, Strukturreformen beschließen
WWF-Zählung: Gefährdete Monarchfalter erholen sich trotz anhaltender Bedrohungen
Naturschauspiel: Monarchfalter wandern 4.000 Kilometer in den Süden – Schmetterlingsmigration trotzt Herausforderungen, aber Lage weiterhin fragil
Good News: Nestor ist ältester bekannter Seeadler in Österreich
Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es kürzlich im Burgenland: Der Seeadler „Nestor“ wurde 15 Jahre nach seiner Beringung durch den WWF erneut gesichtet. Er gilt hierzulande als ältester bekannter Seeadler.
WWF: Renaturierungs-Atlas zu Flüssen zeigt Fortschritte in ganz Österreich, Lücken in Tirol
Neue Onlinekarte zeigt erstmals Weg zu EU-Renaturierungszielen – Insgesamt sollen über 2.500 Kilometer Flüsse renaturiert werden – Tirol mit Defiziten im Bundesländer-Check
WWF-Seeadler „Nestor“ lebt: Ältester bekannter Seeadler Österreichs gesichtet
15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken









