Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
WWF: "Riverwatcher" schützen den Amazonas Europas
Zagreb, 1. Februar 2012 – Der WWF machte heute mit einer ungewöhnlichen Aktion auf die Bedrohung der kroatischen Flüsse aufmerksam: Sechs Männer in Uniformen mit der Aufschrift "Riverwatch" entrollten ein langes blaues Band auf dem Hauptplatz von Zagreb. Bei den "Riverwatchern" handelt es sich um Freiwillige, Mitglieder von NGOs, die – zu Fuß und in Kanus – Flussabschnitte entlang der Donau, Drau und Mur kontrollieren werden. Im Zuge ihrer Kontrollgänge wollen sie Kanalisierungsmaßnahmen an, sowie Sand- und Kiesbaggerungen aus den Flüssen aufzeigen. Diese Maßnahmen schädigen die natürlichen Flüsse Kroatiens in ihrer ökologischen Intaktheit. Sie widersprechen sowohl dem EU-Recht als auch internationalen Umweltstandards. Der WWF kündigt an, die von den "Riverwatchern" beobachteten Eingriffe in die Flussökosysteme zu prüfen. So sie gesetzwidrig sind, wird die Naturschutzorganisation die kroatische Regierung und die EU-Kommission davon in Kenntnis setzen.
Weitere Informationen siehe die Presseaussendung in Englischer Sprache:
Riverwatchers to protect the “Amazon of Europe”
Zagreb, Croatia, February 1st, 2012 – A long blue band waved by six men wearing uniforms on Zagreb’s central square today marked the start of WWF’s Riverwatch campaign aimed at halting destruction of Croatia’s unique natural rivers: the Danube, Drava and Mura – Europe’s Amazon. All three rivers are under threat from channelling works as well as from gravel and sand extraction. This poses a severe threat to unique wetlands and to Europe’s largest and best preserved floodplain forests.
The Riverwatchers are volunteers who – on canoe and on foot – will patrol a total of 470 km of the rivers for at least the next two years. Riverwatchers will keep an eye not only on the Croatian stretches of the rivers, but also on Hungarian and Serbian shores as these rivers are natural borders between the three countries.
“If we find something inappropriate we will inform the Croatian government as well as the European Commission who like to know if there are activities going on which are not in line with EU law”, said Tibor Mikuska from partner organization Croatian Society for the Protection of Birds and Nature, coordinator of the Riverwatch campaign.
“For the first time in Croatia and in Eastern Europe, a network of people who care about their rivers is taking action”, said Arno Mohl, WWF International Freshwater Expert. “To protect successfully our rivers from destruction, it is key to monitor the situation on the ground regularly and to take action when necessary”, Mohl said.
Devastating actions taken by the water authorities in Croatia as well as in Hungary and Serbia severely harm the three natural rivers and their inhabitants. The area is home to the highest density in Europe of breeding pairs of White-tailed eagle and endangered species such as the Little tern, Black stork and Ship sturgeon. It is also an important stepping stone for more than 250,000 migratory waterfowls every year. The survival of these vulnerable species depends on preserving intact the “Amazon of Europe”.
In December 2011 Croatia signed the EU Accession treaty to become an EU member in 2013. This obliges Croatia to comply with EU law and to protect its unique natural rivers. In September 2011, the Danube, Drava and Mura riverine area was nominated to become part of a 5-country Transboundary UNESCO Biosphere Reserve together with Austria, Hungary, Serbia and Slovenia.
The Riverwatch campaign is being implemented in partnership with a wide range of local NGOs.
Contact:
Olga Apostolova, Regional Communications Officer, WWF Danube Carpathian Programme,
Tel. +359 885 727 862, E-Mail: oapostolova@wwfdcp.bg
Claudia Mohl, Press Officer WWF Austria, Tel. +43 1 488 17-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Renaturierungsprojekte auf über 67 Kilometern im „Amazonas Europas“
WWF-Bilanz zu fünf Jahren UNESCO-Biosphärenpark Mur-Drau-Donau: Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von über 67 Kilometern Flussabschnitten und Seitenarmen teils abgeschlossen oder in Umsetzung – Pläne für weitere 270 Flusskilometer liegen vor
Good News: Nachwuchs in Inas ausgewilderter Bison-Herde
Vor 8 Monaten wurden die Tiroler Bison-Kuh Ina und ihre Herde nach Aserbaidschan umgesiedelt. Und das Projekt zeigt Erfolge: Die Herde hat sich gut eingelebt und es wurde sogar bereits das erste Kalb geboren.
WWF: Vorarlberg schwächt Naturschutz und Rechtssicherheit
Scharfe Kritik zum Begutachtungsende: Kontrollrechte bei Großprojekten fallen weg – Naturschutzanwaltschaft an 20 Stellen beschnitten – Schutzstreifen an naturnahen Ufern auf fünf Meter reduziert
WWF-Umfrage: Führungskräfte sehen ökologischen Umbau als Wettbewerbsvorteil
Europäische Führungskräfte befragt: 55 Prozent bewerten Folgen der EU-Deregulierung negativ oder gemischt – WWF fordert verlässliche Umweltpolitik statt Zick-Zack-Kurs
Namlosbach: WWF kritisiert irreführende Aussagen der E-Werke Reutte
Massiver Eingriff in geschützten Bach wird als ökologisch unbedenklich dargestellt – WWF kritisiert Schönfärberei und fordert Projektstopp
Artenschutzprojekt im Kaukasus erfolgreich: Herde mit Tiroler Bison-Kuh „Ina“ wächst
WWF-Auswilderungsprojekt mit europäischen Bisons zeigt Erfolge: Herde gut eingelebt, erstes Kalb geboren – Population steigt auf 90 Tiere – GPS-Sender verfolgen Bewegungen – Weitere Auswilderungen geplant
WWF-Auswertung: Tötungskontingente für über 1.000 Biber in sechs Bundesländern
WWF kritisiert EU-rechtswidrige Verordnungen und ausgehebelte Einzelfallprüfungen – Tötungen können zwei Jahrgänge von Jungtieren treffen – Vorrang für Prävention gefordert
WWF zur UVP-Novelle: Umweltprüfung für Rechenzentren muss strenger werden
Aufnahme ins UVP-Gesetz positiver erster Schritt – WWF fordert niedrigere Schwellenwerte für UVP-Pflicht – In schutzwürdigen Gebieten ist geplanter Wert zehn Mal höher als ökologisch vertretbar













