Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
WWF übergibt Forderungen zu klimagerechtem Neustart
Klima-Corona-Deal mit konkreten Forderungen an BM Gewessler überreicht – Staatshilfen und Konjunkturpakete an Klimakriterien knüpfen – WWF fordert Vorziehen der öko-sozialen Steuerreform

Wien, am 17.07.2020. Gemeinsam mit 183 Organisationen und 577 Wissenschaftler*innen hat der WWF Österreich heute den Plan für einen nachhaltigen Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Corona-Krise an Bundesministerin Leonore Gewessler überreicht. Der sogenannte „Klima-Corona-Deal“ enthält konkrete Forderungen an die Bundesregierung und zeigt darin Wege für die Krisenpolitik auf, die sich sowohl an ökonomische als auch soziale und ökologische Kriterien knüpfen.
„So wie die Corona-Krise verlangt auch die Klimakrise eine gemeinsame Kraftanstrengung und tiefgreifende Veränderungen in der Gesellschaft. Wir haben jetzt die Möglichkeit zu Handeln. Um langfristig krisensicher zu sein, müssen wir uns gesamthaft auf allen Ebenen klimagerecht und naturverträglich ausrichten“, sagt Karl Schellmann, Klimasprecher des WWF Österreich. „Wenn die Politik jetzt die falschen Investitionen tätigt und damit Weichen in eine falsche Richtung stellt, wird Österreich seine Klimaziele verfehlen und eine klimafitte Ausrichtung der Wirtschaft versäumen.“ Staatshilfen und Konjunkturpakete müssen deshalb, wie im Klima-Corona-Deal vorgeschlagen, unbedingt an Klimakriterien geknüpft werden, um Arbeitsplätze, Gesundheit und Umwelt zu schützen.
Dem folgend muss jetzt in effiziente Energiesysteme, einen naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien, effiziente Gebäudesanierung, öffentliche Verkehrsmittel und nachhaltige Landwirtschaft investiert werden. Konkret fordert der WWF auch eine vorgezogene öko-soziale Steuerreform sowie einen Klima- und Naturschutz-Check für alle Konjunkturhilfen. Auch teure Relikte wie das Dieselprivileg dürfen keine Zukunft haben. Parallel dazu müssen umweltschädliche Subventionen rasch um- und abgebaut und klimagerecht investiert werden. „Das würde viele neue und grüne Arbeitsplätze schaffen und die Umwelt entlasten. Außerdem stellt es sicher, dass Österreich eine Vorreiterrolle einnimmt, die wiederum attraktive Investoren anzieht“, argumentiert Schellmann.
Rückfragehinweis:
Sarah Bimingstorfer, Presse und Politik WWF Österreich,
Tel: +43 676 834 88 216
E-Mail: sarah.bimingstorfer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Flüssereport: Drei Viertel der ökologisch wertvollen Flussstrecken ungeschützt
77 Prozent der wertvollen Flussstrecken ohne verbindlichen Schutz vor weiterem Wasserkraftausbau – Hitze und Dürre machen Schutz und Renaturierung dringlicher – WWF legt Zeugnisse für alle neun Bundesländer vor
UNO-Artenschutzkonferenz: WWF bewertet Ergebnis als „verpasste Chance“
Staaten bleiben bei Naturschutz-Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen hinter notwendiger Ambition zurück – WWF fordert Konsequenzen auch in Österreich
CITES-Meeting: WWF warnt vor Tigerfarmen als Deckmantel für illegalen Wildtierhandel
Große Datenlücken erschweren Kontrolle des Handels mit Tigern – WWF fordert strengere Aufsicht und ein Ende der Zucht für den Handel mit Körperteilen – Artenschutzgremium CITES tagt in Genf
WWF und Ozeanforscherin Sylvia Earle legen Grundstein für besseren Schutz des Mittelmeers
Neue Hoffnungs-Zone für den Artenschutz im Mittelmeer – Basis für grenzüberschreitenden Schutz seltener Hai- und Rochenarten, Wale, Delfine und Meeresschildkröten – WWF fordert politische Zusagen
Weltnaturkonferenz: WWF fordert Kurskorrektur bei Milliarden-Subventionen
UNO-Konferenz vor Abschluss – Reform umweltschädlicher Subventionen stark umkämpft – Naturschutzorganisation fordert verbindlichen Finanzierungsplan
WWF zum Klimagesetz: Ohne verbindliche Pflichten droht Mogelpackung
Begutachtungsfrist endet am Freitag: Verbindliche Sektorziele und Rechtsschutz fehlen, Standortklausel ermöglicht Rückzieher – Bundesregierung und Nationalrat müssen Entwurf nachschärfen
WWF: 20 Spitzmaulnashörner zum Schutz vor Wilderern evakuiert
Nashorn-Wilderei in Südafrika bedroht Arterhalt – Umsiedlung von Tieren nach Botswana zum Aufbau neuer Populationen – WWF vor Ort im Einsatz gegen illegale Jagd und Handel mit Nashorn-Horn
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Scheitern zentraler Verhandlungen
Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen









