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WWF und Ozeanforscherin Sylvia Earle legen Grundstein für besseren Schutz des Mittelmeers
Wien/Rom, am 29. Oktober 2026. Die Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) und die renommierte Meeresforscherin Sylvia Earle, setzen einen wichtigen Schritt zum gemeinsamen Schutz des Mittelmeers: Die Straße von Sizilien und das tunesische Plateau werden zum “Hope-Spot” ernannt – eine Auszeichnung, die besonders artenreiche Meeresgebiete erhalten. Ziel ist es, ihre Bedeutung für gesunde Meere sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit zu ihrem Schutz voranzutreiben. „Der Ozean kennt keine Landesgrenzen. Wale, Haie, Schildkröten und Thunfische bewegen sich durch Gewässer, wie durch ein einziges verbundenes System. Daher funktioniert der Schutz des Ozeans nur, wenn wir auf dieselbe Weise zusammenarbeiten: gemeinsam, über Grenzen hinweg. Dieser neue ‘Hope Spot’ ist eine Quelle der Hoffnung für das Mittelmeer und ein Aufruf, Wissen in Handeln umzusetzen“, sagt Meeresforscherin Dr. Sylvia Earle. Seit 2009 hat die Ozeanografin mit ihrer Organisation Mission Blue weltweit bereits 170 solcher Hoffnungs-Orte gekürt.
Die Auszeichnung der Straße von Sizilien und des tunesischen Plateaus baut auf jahrelanger wissenschaftlicher Forschung und Naturschutzarbeit in der Region auf – auch der WWF ist seit vielen Jahren in der Region aktiv. „Die Straße von Sizilien beherbergt vielfältige marine Lebensräume, darunter Seegraswiesen, Kaltwasser- und Tiefseekorallen. Sie bieten zahlreichen Arten Nahrung und Schutz, darunter Walen, Delfinen, Meeresschildkröten und Thunfischen. Besonders für Haie und Rochen ist die Region wichtig: Insgesamt kommen hier 32 Arten vor”, sagt Simone Niedermüller vom WWF. Zugleich ist das Gebiet ein strategisch wichtiger Knotenpunkt zwischen Europa und Nordafrika – geprägt von Fischerei, Schifffahrt, Energieinfrastruktur, Handel, kulturellem Austausch und menschlicher Mobilität. „Es ist ein Schlüsselgebiet für die Zukunft des Mittelmeers. Jetzt braucht es den politischen Willen, auf die wichtige Auszeichnung konkrete Taten folgen zu lassen: Wir erwarten verbindliche Zusagen für einen langfristigen Schutz, um Artenvielfalt, Lebensgrundlagen und die nachhaltige Nutzung dauerhaft zu sichern“, sagt Niedermüller.
Über “Her Deepness” Sylvia Earle
Sylvia Earle zählt zu den bekanntesten Meeresforscherinnen der Welt. Seit Jahrzehnten studiert die heute 91-Jährige die Ozeane und setzt sich für den Schutz mariner Ökosysteme sowie die Einrichtung von Meeresschutzgebieten ein. Sie war Chef-Wissenschaftlerin der US-amerikanischen Meeres- und Atmosphärenbehörde (NOAA) und eine der ersten Frauen in der Ozeanforschung. Im Laufe ihrer Karriere verbrachte sie mehr als 7.000 Stunden unter Wasser – davon mehrere Tage ununterbrochen – und brach 1979 den Weltrekord im Tieftauchen bei 381 Metern. Ihr außergewöhnlicher Einsatz für die Erforschung und den Schutz der Meere brachte ihr den Beinamen „Her Deepness“ („Ihre Tiefheit“) ein.
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