Fotobelege aus Wasserkraft-Restwasserstrecken – WWF fordert akute Wasserabgabe, Schutzprogramm und rasche Renaturierung der letzten Huchenflüsse
WWF zu EABG-Einigung: Schutz der letzten Flussjuwele vor Aushebelung bewahrt
Der WWF bewertet das überarbeitete Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) als deutliche Verbesserung gegenüber dem untauglichen ersten Entwurf der Koalitionsparteien. „Der Regierungsentwurf wäre einem Blankoscheck für zusätzliche Wasserkraftprojekte in den letzten Flussjuwelen Österreichs gefährlich nahegekommen. Der neue Gesetzestext verhindert diesen Rückschritt und bewahrt den Schutz der wertvollsten Flussstrecken“, sagt WWF-Expertin Bettina Urbanek. Für eine naturverträgliche Energiewende brauche es jetzt mehr Effizienz, weniger Verbrauch und eine klare Priorität für geeignete Standorte.
Der Entwurf der Koalition hätte selbst in den letzten verbliebenen 14 Prozent der ökologisch sehr guten Fließgewässerstrecken zusätzliche Wasserkraftprojekte erleichtert, etwa durch ein automatisches übergeordnetes öffentliches Interesse und vereinfachte Verfahren für kleine Anlagen mit geringem energiewirtschaftlichem Nutzen, aber hohem Naturverbrauch. Positiv bewertet der WWF daher, dass zentrale Kritikpunkte in den Verhandlungen für die Zwei-Drittel-Mehrheit aufgegriffen und die größten Risiken entschärft wurden. „Österreichs Flüsse stehen bereits durch Verbauung, Regulierung, Querbauwerke, Trockenheit und fehlende Renaturierung massiv unter Druck. Neue Eingriffe in sensible Flüsse und kleine Bäche müssen vermieden werden“, sagt WWF-Gewässerschutzexpertin Urbanek.
Gerade die Wasserkraft ist in Österreich mit über 5.000 Kraftwerken bereits sehr stark ausgebaut. „Bei der Wasserkraft muss der Schwerpunkt auf der Modernisierung bestehender Anlagen liegen, nicht auf neuen Eingriffen in sensible Gewässer. Das zusätzliche naturverträgliche Potenzial ist aufgrund des hohen Ausbaugrads erschöpft“, sagt Urbanek. Für eine naturverträgliche Energiewende benötige es jetzt vor allem den Ausbau von Photovoltaik, Windkraft, Netzen und Speichern sowie deutlich mehr Energieeinsparung und Effizienz.
Pressebilder von WWF-Gewässerschutzexpertin Bettina Urbanek sind HIER verfügbar.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Analyse stellt Tiroler Abschuss von Forschungswolf infrage
Auswertung der Standortdaten zeigt unauffällig wandernden Wolf abseits von Ortschaften – Forschungsleiter kritisiert Vorgehen der Behörden – WWF fordert volle Aufklärung durch Landesregierung
WWF kritisiert Niederösterreichs Angriff auf Renaturierung scharf
Naturschutzorganisation: Blockade-Drohung ist fahrlässig und verantwortungslos – Wiederherstellung der Natur schützt Gemeinden vor Hitze, Hochwasser und Folgekosten
WWF: Wolfsabschüsse erreichen bereits zur Jahresmitte neuen Höchststand
Mindestens 23 Abschüsse allein im ersten Halbjahr 2026 – Von Jänner bis Juni schon mehr behördliche Tötungen als im gesamten Vorjahr – WWF kritisiert aggressives Vorgehen gegen geschützte Art
March erstmals über 30 Grad: WWF warnt vor Hitzestress für Fische
Neuer Höchstwert von 30,3 Grad bei Hohenau – Bisheriger Rekord aus 2018 deutlich überschritten – WWF fordert Ausweitung von Renaturierungsprojekten
WWF-Kritik an Linzer “Österreich-Deklaration”: Stillstand beim Bodenschutz wird zementiert
Zitierte ÖROK-Zahlen zeigen massive Zielverfehlung von Bund und Ländern
Hitze – WWF fordert Sonderbudget für Entsiegelung und Renaturierung
Bund und Länder sollen Gemeinden beim Umbau stark versiegelter Orte unterstützen – Zusätzliche Mittel für Begrünung, naturnahe Gewässer und mehr Wasserrückhalt – EU-Renaturierungsgesetz ambitioniert umsetzen
WWF und BirdLife fordern „Aktion scharf gegen Giftköder“
Grausame Geier-Vergiftung im Lesachtal muss Konsequenzen haben – Verbotenes Nervengift für 90 Prozent aller nachgewiesenen Wildtier-Vergiftungen verantwortlich – Seit Jahrzehnten verboten, aber bis heute eingesetzt
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen










