Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
WWF zu Treibhausgas-Prognose: Politik muss Sofortmaßnahmen beschließen
Anlässlich der am Mittwoch veröffentlichten „Nahzeitprognose“ der heimischen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2021 fordert der WWF Österreich den raschen Beschluss eines umfassenden Klimaschutz- und Energiespar-Programms auf Bundes- und Landes-Ebene. „Die CO2-Emissionen müssen schnell, systematisch und dauerhaft reduziert werden. Dafür braucht es auf allen Ebenen eine grundlegende Trendwende“, sagt WWF-Klimasprecher Thomas Zehetner angesichts der im Vorjahr laut Umweltbundesamt um rund fünf Prozent gestiegenen Treibhausgas-Emissionen. Der WWF sieht die negative Prognose als „direkten Handlungsauftrag an die regierende Politik“.
Besonders dringend sind laut WWF ein verbindliches Energiespar-Programm, ein starkes Klimaschutzgesetz und wirksame Sofortmaßnahmen im langjährigen Problemfeld Verkehr, darunter die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und der Radwege. Parallel zur Mobilitätswende müssen umweltschädliche Subventionen in Milliardenhöhe abgebaut sowie wertvolle Naturräume besser geschützt werden. „Der anhaltende Flächenfraß befeuert die Klima- und Biodiversitätskrise, daher braucht es dringend einen Bodenschutz-Vertrag“, fordert Thomas Zehetner vom WWF.
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