
Österreich
In Österreich weist die Verbreitung des Bären zwei Schwerpunkte auf:
- Karawanken, Karnische Alpen und Gailtaler Alpen in Kärnten und Osttirol
- Nördliche Kalkalpen in der Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg
Die „südösterreichischen“ Bären sind vor allem wandernde Individuen aus der slowenischen Population, die „zentralösterreichischen“ vor allem Nachkommen der drei 1989 bis 1993 im WWF Wiederansiedlungsprojekt ausgesetzten Exemplare und des 1972 selbstständig zugewanderten „Ötscherbären“. Vereinzelt sind Bären in den letzten Jahren auch in anderen Gebieten aufgetreten. Zum Beispiel erreichte 2008/09 ein wandernder Bär Tirol und überwintert als erster Braunbär seit 100 Jahren wieder in dieser Region.
Der Bestand wird für Kärnten und Osttirol auf fünf bis acht Bären geschätzt, in den nördlichen Kalkalpen konnten 2008 zwei männliche Bären nachgewiesen werden – der 1993 im Rahmen des ersten Wiederansiedlungsprojektes freigelassene „Djuro“ und sein Sohn „Moritz“.
Slowenien
Die Population in den slowenischen Alpen (etwa 8-10 Tiere) steht in engem Kontakt mit der großen Population in den Dinariden welche für das Jahr 2008 mit ca. 450 Tieren beziffert werden kann. Einige wandernde Individuen erreichen das Grenzgebiet Österreich/Slowenien, Italien.
Italien
Diese Population gründet sich auf Ansiedelungen slowenischer Bären und ist stetig im Anwachsen begriffen. Manche Bären dieser Population haben nachweislich weite Wanderungen unternommen und die benachbarten Regionen Lombardei, Südtirol, Vorarlberg, Schweiz, Tirol und sogar Bayern besucht.
Die Population im westlichen Trentino ist derzeit noch getrennt von anderen Vorkommen im Alpenraum und gründet sich auf Ansiedelungen slowenischer Bären. Einzelne Individuen erreichen bereits benachbarte Gebiete wie die Lombardei, Südtirol, Schweiz, Österreich oder Bayern. Die geschätzte Populationsgröße beträgt derzeit rund 25 Individuen.
Deutschland
Nach derzeitigem Wissenstand kann kein Braunbär in Deutschland nachgewiesen werden.
Schweiz
Nach derzeitigem Wissenstand kann kein Braunbär in der Schweiz nachgewiesen werden. Die Strecke zwischen dem italienischen Bärenvorkommen im Trentino und der Schweizer Grenze (Bündner Alpen) ist kurz und für einen Bären in wenigen Nächten zu schaffen. Dass diese auch überwunden wird, zeigte sich, als 2005 ein Jungbär aus der Trentiner Population Schweizer Boden betrat. Es war dies der erste Braunbär in der Schweiz seit der letzten Sichtung 1923. Es ist anzunehmen, dass weitere Einwanderungen durch Jungtiere aus der vitalen Trentiner Population stattfinden werden.
(Quelle:
www.wwf.ch )
REGIONSSPEZIFISCHE INFOS
Kärnten und Osttirol (5-8 Individuen)Die „südösterreichischen“ Bären sind vor allem wandernde Individuen aus der slowenischen Population, der Bestand wird für das Gebiet der Karawanken, der Karnischen Alpen und der Gailtaler Alpen in Kärnten und Osttirol auf fünf bis acht ausschließlich männliche Bären geschätzt.
Nördliche Kalkalpen (NÖ, OÖ, Stmk.)Die „zentralösterreichischen“ Bären sind vor allem Nachkommen der drei 1989 bis 1993 im WWF Wiederansiedlungsprojekt ausgesetzten Exemplare und des 1972 selbstständig zugewanderten „Ötscherbären“. Der Bestand in den nördlichen Kalkalpen konnten 2008 zwei männliche Bären nachgewiesen werden – der 1993 im Rahmen des ersten Wiederansiedlungsprojektes freigelassene „Djuro“ und sein Sohn „Moritz“.
West-Österreich (Tirol, Vorarlberg)Vereinzelt sind Bären in den letzten Jahren auch in anderen Gebieten aufgetreten. Zum Beispiel erreichte 2008/09 ein wandernder Bär Tirol und überwintert als erster Braunbär seit 100 Jahren wieder in dieser Region.