Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
EU-Waldschutzgesetz: WWF sieht Licht und Schatten
Durch den internationalen Handel mit Rindfleisch, Soja, Palmöl, Kautschuk, Mais, Holz, Kakao und Kaffee ist die EU der weltweit zweitgrößte Importeur von Regenwald-Abholzung. Daher begrüßt die Umweltschutzorganisation WWF, dass sich das EU-Parlament am Dienstag für eine Stärkung des geplanten EU-Waldschutzgesetzes ausgesprochen hat. “Das EU-Parlament hat damit ein wichtiges Zeichen für den besseren Schutz der weltweiten Regenwälder gesetzt. Damit das Gesetz in der Praxis wirkt, braucht es aber noch mehrere weitere Schritte”, sagt Hannah-Heidi Schindler, Expertin für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich.
Der WWF begrüßt, dass anders als von den EU-Mitgliedstaaten geplant auch der europäische Finanzsektor in die Pflicht genommen werden soll, sieht aber ansonsten noch mehrere Schlupflöcher in der Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten: Neben tropischen Regenwäldern müssen laut WWF unbedingt auch weitere artenreiche Ökosysteme wie Feuchtgebiete und Grasländer vor der Zerstörung durch die Gewinnung von Agrarrohstoffen geschützt werden. Darüber hinaus müsse eine lückenlose Kontrolle der künftigen Regeln samt Sanktionen sichergestellt werden.
“Bis zur finalen Einigung muss die Politik noch mehrere Schlupflöcher schließen, damit in Zukunft tatsächlich keine Produkte mehr am EU-Markt landen, die mit Naturzerstörung und Menschenrechtsverletzungen verbunden sind. Zugleich darf es keine weiteren Abschwächungen geben”, appelliert Hannah-Heidi Schindler vom WWF Österreich im Vorfeld der Triolog-Verhandlungen zwischen der Kommission, den Mitgliedstaaten und dem Parlament.
News
Aktuelle Beiträge
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald
WWF kritisiert Spritpreis-Populismus der Bundesregierung
Umweltschutzorganisation fordert Sofortmaßnahmen für klimafreundliche Mobilität und schrittweisen Ausstieg aus Öl und Gas: Klimaticket vergünstigen, öffentliche Verkehrsmittel ausbauen, Strukturreformen beschließen
WWF-Zählung: Gefährdete Monarchfalter erholen sich trotz anhaltender Bedrohungen
Naturschauspiel: Monarchfalter wandern 4.000 Kilometer in den Süden – Schmetterlingsmigration trotzt Herausforderungen, aber Lage weiterhin fragil
Good News: Nestor ist ältester bekannter Seeadler in Österreich
Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es kürzlich im Burgenland: Der Seeadler „Nestor“ wurde 15 Jahre nach seiner Beringung durch den WWF erneut gesichtet. Er gilt hierzulande als ältester bekannter Seeadler.
WWF: Renaturierungs-Atlas zu Flüssen zeigt Fortschritte in ganz Österreich, Lücken in Tirol
Neue Onlinekarte zeigt erstmals Weg zu EU-Renaturierungszielen – Insgesamt sollen über 2.500 Kilometer Flüsse renaturiert werden – Tirol mit Defiziten im Bundesländer-Check
WWF-Seeadler „Nestor“ lebt: Ältester bekannter Seeadler Österreichs gesichtet
15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken
Neue Leitung des Presseteams beim WWF Österreich
Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation









