Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
WWF zu Klimaschäden: Bundesregierung muss Klimaschutz und Vorsorge stärken
Wien, am 22. Oktober 2026 – Die heute veröffentlichten Studienergebnisse zu den steigenden Klimaschäden sind aus Sicht der Umweltschutzorganisation WWF ein „dringender Handlungsauftrag“ an die Bundesregierung. „Politisches Verschleppen erhöht die Kosten der Klimakrise. Die Bundesregierung muss den Ausstieg aus Öl und Gas beschleunigen und die Bevölkerung wirksam vor den Folgen der Klimakrise schützen“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer. Dafür benötige es ein wirksames Klimagesetz mit verbindlichen Zielen und klaren Verantwortlichkeiten. Klimaschädliche Förderungen müssten schrittweise abgebaut und Investitionen in Klimaschutz und Vorsorge gestärkt werden.
Neben der raschen Senkung der CO2-Emissionen fordert der WWF mehr natürliche Schutzmaßnahmen vor Extremwetter. „Intakte Natur ist ein Schutzschild gegen die Klimakrise. Die Politik muss ihre Erhaltung und Wiederherstellung als Teil der öffentlichen Vorsorge finanzieren“, fordert Auer. Der WWF empfiehlt Bund, Ländern und Gemeinden, Flüssen mehr Raum zu geben und die Bodenversiegelung einzudämmen. In Städten und Ortszentren müssten entsiegelte Flächen und mehr Bäume die Hitzebelastung verringern. Ein zentrales Instrument dafür sei eine ambitionierte Umsetzung der EU-Renaturierungsverordnung.
Die ersten Ergebnisse des Forschungsprojekts „COIN 2.0“ unter Leitung der Universität Graz beziffern die erfassten klima- und wetterbedingten Schäden und Verluste in Österreich von 2017 bis 2024 auf durchschnittlich rund 3,7 Milliarden Euro jährlich. Allein im Jahr 2024 lag die Gesamtsumme schon bei über sechs Milliarden Euro. Weitere Belastungen, etwa Produktivitätsverluste durch Hitze und Schäden an Ökosystemen, sind darin noch nicht enthalten.
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