© Anton Vorauer

Alles im Fluss – Damm-Entfernungen für lebendige Flüsse

Flüsse sind die Lebensadern unserer Landschaft. Sie beherbergen eine unglaubliche Artenfülle, versorgen uns mit sauberem Wasser und regulieren das Klima. Leider wurden in der Vergangenheit viele Flüsse achtlos verbaut. Problematisch sind vor allem die vielen Wehren, Sperren und Dämme, die unsere Gewässer unterbrechen. Weltweit kann nur noch ein Drittel der großen Flüsse frei fließen. In Österreich werden jeder Fluss und jeder Bach im Durchschnitt alle 900 Meter durch eine Barriere – eine Wehr, ein Kraftwerk oder eine Schwelle – zerschnitten. Das ist einer der Gründe warum es heute viel weniger Fische in unseren Flüssen gibt und warum 60 Prozent der heimischen Fischarten als gefährdet eingestuft sind.

Das muss aber nicht so sein. Qualifizierten Schätzungen zufolge erfüllen zehn Prozent der Barrieren in den Flüssen gar keinen Zweck mehr, richten aber immer noch großen Schaden an. Durch den Abriss von unnötigen Sperren kann sich die Artenvielfalt und der Fischreichtum von Gewässern enorm rasch erholen.

Damremoval – ein weltweiter Trend erfasst Österreich

Aufgrund der enormen Belastung der Wasserökosysteme wird weltweit mittlerweile intensiv daran gearbeitet Flüsse wieder durchgängig zu machen. In der USA wurden bereits Tausende Dämme wieder entfernt. In Europa werden vor allem in Frankreich immer mehr veraltete Wasserkraftwerke zurückgebaut.
Seit einigen Jahren werden auch in Österreich Barrieren als echtes Problem gesehen. Auch mit Unterstützung des WWF konnten einige Barrieren entfernt oder entschärft werden. Allerdings belasten immer noch mehr als 27.000 künstliche Querbauwerke die heimischen Flüsse und Bäche.

 

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Zahlen & Fakten

  • 27.000 künstliche Barrieren in Flüssen
  • 10 Prozent der Barrieren sind zwecklos
  • 60 Prozent der heimischen Fischarten sind gefährdet

Zahlen & Fakten

  • 27.000 künstliche Barrieren in Flüssen
  • 10 Prozent der Barrieren sind zwecklos
  • 60 Prozent der heimischen Fischarten sind gefährdet

Das Projekt „Alles im Fluss“

Der WWF setzt sich deshalb dafür ein, dass die unterbrochenen Lebensadern rascher und konsequenter als bisher wieder verbunden werden. Unterstützt wird dieses Projekt von HOFER im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative „Heute für Morgen“.
Mit Unterstützung von HOFER und weiteren Partnern wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass unsere Flüsse wieder lebendiger und artenreicher werden, indem unnötige Barrieren entfernt werden.

Im ersten Schritt werden bis Dezember 2021 die Erfahrungen aus vorangegangenen Modellprojekten gesammelt und ausgewertet.
Im zweiten Schritt identifizieren wir Flüsse und Bäche, die durch Entfernungen von Barrieren besonders effizient verbessert werden können. Mit regionalen Partnern werden dort Rückbaumaßnahmen geplant und durchgeführt.
Wie das geht konnte in einem Projekt unter WWF Mitwirkung am Lech gezeigt werden. Sehen Sie dazu ein Interview mit den Projektleitern: „Kurzvideo Damremoval am Lech“:

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