WWF Artikel mit bestimmten Darstellungsformen: Manuell (Sonderformate)

Fotoalbum Gorilla

Nur 2% des Erbgutes trennen uns.

Wir Menschen und die Gorillas haben mehr gemeinsam, als wir vielleicht denken!

Kaum zu glauben, aber wahr: Nur 2% des Erbgutes trennen uns. 98% unserer DNA sind vollkommen ident. Doch damit nicht genug: Auch im Verhalten gibt es viele verblüffende Parallelen.

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Ein Blick sagt mehr als tausend Worte

Gorillas kommunizieren – genau wie wir Menschen – nicht nur durch die Stimme miteinander, sondern auch durch Mimik und Gestik. Ein scharfer Blick kann, wie bei uns, als Drohung zu verstehen sein. Sich vor dem anderen zu ducken, soll beschwichtigen – eine Unterwerfungsgeste. Um andere einzuschüchtern und zu imponieren, richten sie sich hingegen auf und machen sich groß.

Gorillas sind soziale Wesen, genau wie wir.

Gorillas leben in einem engen Familienverbund. Im Durchschnitt zählt eine Familie 10 Tiere. Sie besteht aus einem dominanten Männchen, dem Silberrücken, mehreren Weibchen und vier bis fünf Jungtieren. Die Familienmitglieder kümmern sich umeinander und unterstützen sich zum Beispiel bei der Körperpflege. Denn Gorillas sorgen sich um ihr Äußeres: Mit den Fingern „kämmen“ sie ihr Fell und zupfen Pflanzenteile aus den Haaren. Mit der Zunge „putzen“ sie sich sogar die Zähne. Und wenn es in der Nase oder im Ohr juckt, dann bohren sie auch mal mit dem Finger darin rum…

Eine Lieblingsbeschäftigung: essen

Bei uns Menschen ist „veggie“ gerade im Trend – bei den Gorillas steht ohnehin immer kalorienarmes Grünzeug auf dem Speiseplan: Dabei wählen sie in den Bergregenwäldern Zentral- und Ostafrikas aus einem reichhaltigen Angebot von rund 100 Pflanzenarten. Früchte sind eher rar, sie ernähren sich vor allem von Blättern, Mark und Stängeln der Stauden und Kräuter.

Mahlzeit!

Geschickt greifen sie mit ihren Händen nach dem Futter und knabbern dann genüsslich daran. Um ihren Nahrungsbedarf – ein erwachsener Berggorilla braucht immerhin 15 – 20 Kilogramm täglich – zu decken, verbringen sie den Großteil des Tages mit Fressen.

Winziges Leben

Schon der Beginn des Lebens ähnelt sich bei Gorillas und Menschen: Die Schwangerschaft bei Gorillas dauert 37 Wochen – fast genauso lang wie bei uns Menschen. Bei der Geburt sind die Gorilla-Babys nur am Kopf behaart und wiegen 2 bis 3 Kilogramm. Die Haut ist bei der Geburt rosa. Erst nach ein paar Tagen wird sie dunkler. Dann beginnt auch das glänzend schwarze Fell zu wachsen.

Glückliche Kindheit

Kuscheln, klettern, schwingen, turnen, mit den Geschwistern fangen und verstecken spielen, sich huckepack tragen lassen – das macht Gorilla-Kindern im dichten Dschungel der Virunga-Berge in Afrika genauso viel Spaß wie Menschen-Kindern auf der ganzen Welt. Spielerisch entwickeln sie dabei all jene Fähigkeiten, die sie für ein eigenständiges Leben brauchen.

Mit 12 Jahren erwachsen

Mit etwa 12 Jahren kommen Gorillas in die Pubertät. Bei den Männchen fallen die Haare an der Brust aus, jene am Rücken verfärben sich – sie wachsen zum „Silberrücken“ heran. 200 kg schwer und 1,70m groß kann ein Gorilla-Männchen werden. Weibchen hingegen bringen „nur“ an die 90 kg auf die Waage und werden bis zu 1,50m groß. Ist der junge Silberrücken ausgewachsen, gründet er eine eigene Familie. Durch heftiges Trommeln auf die Brust und laute Schreie versucht er, den Weibchen zu imponieren und um sie zu werben. Das muss er auch, denn die „jungen Damen“ entscheiden selbst, mit wem sie eine Familie gründen.

Zwei große Bedrohungen

Der starke Familienverband der Gorillas schützt die gesamte Gruppe vor Leoparden und anderen natürlichen Feinden. Nicht jedoch vor dem Feind, der so eng verwandt ist: dem Menschen. Weil wir ihren Lebensraum zerstören und Berggorillas in Wildererfallen tappen, sind wir ihre größte Bedrohung. Nur noch 880 Tiere leben in den Regenwäldern Zentral- und Ostafrikas – die Berggorillas stehen am Rand der Ausrottung. Ihre Zukunft steht auf Messers Schneide!

Bedrohung: Hunger nach Holz

Die schlimmste Bedrohung für den Berggorilla: die Zerstörung seiner Heimat. Tag für Tag schrumpft „sein“ Regenwald. 4 Millionen Menschen leben in unmittelbarer Nähe der Virunga Berge, dem Hauptverbreitungsgebiet der Berggorillas. Die Provinzhauptstadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo wächst. Das Land ist arm und vom Bürgerkrieg gezeichnet. Elektrizität steht nur bedingt zur Verfügung, die Menschen sind von Holzkohle als Energiequelle abhängig. Der Energiebedarf wächst, und damit auch der Hunger nach Holz. Allein Goma verbraucht jährlich über 105.000 Tonnen, mehr als 50% davon stammen aus illegal geschlagenem Holz aus dem Nationalpark.

Lösung I: nachhaltige Holzkohleproduktion

Um die verheerende Abholzung aufzuhalten, wurde 2007 ein innovatives Projekt ins Leben gerufen: „Eco-Makala“. „Makala“ heißt „Holzkohle“ in Suaheli. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern schützt der WWF damit den Regenwald und bekämpft gleichzeitig die Armut der Bevölkerung. Und so funktioniert es: Außerhalb des Schutzgebietes werden in Holzplantagen schnell wachsende Baumarten angepflanzt. Daraus wird Öko-Holzkohle gewonnen – eine legale, nachhaltige Brennholz-Alternative für die Bevölkerung.

Ergebnis: Es funktioniert!

Zwischen 2007 und 2015 haben mehr als 7.000 Bauern 21 Millionen Bäume zur nachhaltigen Nutzung gepflanzt. Die Holzkohle-Produktion startete. Im August 2015 gab es schließlich Grund zum Feiern: Die erste Öko-Holzkohle wurde ausgeliefert! Der WWF unterstützt die Bauern mit Schulungen zur Pflanzung, Pflege und zum effektiven Bau von kleinen Kohlemeilern. Er hilft auch beim Aufbau von Kooperationen für die Vermarktung. Mittelfristig werden die Plantagen ca. 20% des Brennstoffbedarfs von Goma decken und den Bauern ein verlässliches Einkommen sichern.

Lösung II: sparsame Holzöfen

Damit weniger Holz gebraucht wird, fördert der WWF außerdem den Bau von lokal produzierten, energieeffizienten Öfen: Diese brauchen bis zu 50% weniger Energie als konventionelle Kochstellen. Bisher wurden bereits mehr als 60.000 Öfen verkauft. Mehr als 500 Menschen beziehen daraus ein Einkommen. Von den Öfen profitieren also sowohl die Menschen als auch der Wald und die Gorillas. Dieses Erfolgsprojekt zeigt: Moderner Artenschutz braucht innovative Ideen und muss die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung einbeziehen. So gehen Naturschutz und Armutsbekämpfung Hand in Hand.

Bedrohung: Fallen machen den Regenwald unsicher

Neben der Lebensraum-Zerstörung ist Wilderei die größte Gefahr für die Berggorillas. Dieser Ranger zeigt den riesigen Berg illegaler Schlingfallen, die innerhalb von nur zwei Monaten im Virunga-Nationalpark sichergestellt wurden. Doch wie viele Fallen sind noch im Regenwald verborgen? Wo lauert die tödliche Gefahr auf die scheuen Berggorillas, die arglos hineintappen und hilflos sterben?

Lösung II: engagierte Ranger

Nationalpark-Ranger entfernen auf ihren Patrouillen Fallen und schrecken durch ihre Präsenz Wilderer und illegale Holzfäller ab. Außerdem kontrollieren sie Bestand und Gesundheitszustand der Gorillas. Das ist wichtig, um weitere Projekt-Maßnahmen gut planen zu können. Für die lokale Bevölkerung stellt die Arbeit im Nationalpark – ebenso wie die Tätigkeit in den Holzplantagen oder der Bau der Energiesparöfen – eine wichtige Einkommenschance dar. Der WWF unterstützt die Ausbildung und Ausrüstung von Rangern.

Hautnah

Viele Menschen träumen seit dem berühmten Film über Diane Fossey von einer Reise zu den „Gorillas im Nebel“. Wem dieses Glück vergönnt ist, der kehrt verzaubert von dieser Begegnung zurück. Der Gorilla-Tourismus ist eine große Chance. Er schafft wichtige Arbeitsplätze, die Einnahmen ermöglichen z.B. den Bau von Schulen, Gesundheitszentren und Wassertanks. Der WWF unterstützt den Ökotourismus, sorgt aber auch dafür, dass es den Gorillas dabei gut geht. Genaue Richtlinien stellen z.B. sicher, dass sie sich nicht an menschlichen Krankheiten anstecken. Bei gutem Management profitieren alle: die Gorillas, die Menschen vor Ort und die Besucher, die mit einem seligen Lächeln nach Hause fahren und überzeugt sind: Diese einzigartigen Tiere muss man schützen!

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