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© WWF Österreich

Lebensmittelverschwendung in österreichischen Haushalten

Was Sie unbedingt über dieses große Umweltproblem wissen sollten.

Dreiviertel der Österreicher*innen finden, dass Lebensmittelverschwendung ein wichtiges Thema ist. Diese Zahl mag wenig überraschend wirken. Der Umgang mit Lebensmitteln ist ein wichtiger Teil unseres alltäglichen Lebens. Gleichzeitig scheint vielen die Relevanz und das Ausmaß der Vergeudung nicht bewusst zu sein. Denn etwa 685.000 Tonnen an wertvollen Lebensmitteln landen in österreichischen Haushalten pro Jahr im Müll. Diese Verschwendung belastet nicht nur das Klima, sondern auch die Geldbörse. Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt entsorgt monatlich Lebensmittel im Wert von rund 100 Euro.

Österreich fällt es schwer, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Noch genussfähiges Brot und Gebäck sowie Obst und Gemüse landen besonders häufig im Mist. Gemeinsam machen diese beiden Produktgruppen mehr als die Hälfte an vermeidbaren Lebensmittelabfällen in den landesweiten Küchen aus. Danach folgen mit 12 Prozent Milchprodukte, Käse und Eier und mit 11 Prozent Fleisch, Wurst und Fisch – Produktgruppen mit besonders hohem ökologischem Wert.

Was im Müll landet © WWF Österreich

Der Faktor Zeit spielt dabei eine entscheidende Rolle: Für über 50 % der Österreicher*innen ist Zeitmangel der Hauptgrund für Lebensmittelverschwendung. Dahinter folgt der falsche Lagerplatz, fehlende Koch-Ideen und ein zu hoher Aufwand bei der Verarbeitung. Auch zu wenig Wissen über den richtigen Umgang mit Lebensmitteln trägt dazu bei, dass der Müllberg stetig wächst. Hinzu kommen große Unsicherheiten bei überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum, bei Schimmelbefall oder wenn Lebensmittel nicht mehr frisch wirken.

Wer Lebensmittel rettet, schützt das Klima.

Gemeinsam können wir mit vielen kleinen Schritten die unnötige Verschwendung von Lebensmitteln stoppen. Davon profitiert unsere Geldbörse, die Gesellschaft, das Klima und die Natur!

Checkliste gegen Verschwendung © WWF Österreich

Entscheidend ist, was wir essen und wie wir damit umgehen. Bis zu 37 % der globalen Treibhausgas-Emissionen sind auf unser Ernährungssystem zurückzuführen. Lebensmittel werden angebaut und geerntet, transportiert, gelagert, gekühlt, verarbeitet und schlussendlich zubereitet. All das verbraucht enorm viele Ressourcen und Energie. Etwa 10 % der globalen Treibhausgasemissionen sind auf Lebensmittel zurückzuführen, entlang der Lebensmittelkette verloren gehen oder ungenutzt im Müll landen. Jedes Kilogramm an wertvollen Lebensmittel im Mist ist somit eine unnötige Belastung für unseren Planeten.

Klimawirkung von Lebensmitteln © WWF Österreich

Mehr Informationen dazu finden Sie hier!

Quellen: 

  • Obersteiner, G. & Luck, S. (2020). Lebensmittelabfälle in Österreichischen Haushalten: Status Quo, Wien: Institut für Abfallwirtschaft (ABF-BOKU)
  • Obersteiner, G., Stoifl, B. (2024). Lebensmittelverluste und -abfallaufkommen in Österreich. Österr Wasser- und Abfallw 76, 238–248. https://doi.org/10.1007/s00506-024-01032-9

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