In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Der Heringsschmaus am Aschermittwoch läutet traditionell die Fastenzeit ein, in der Fischgerichte sehr beliebt sind. Doch die Weltmeere sind drastisch überfischt und auch das Klima leidet unter langen Transportwegen oder energieintensiven Fangmethoden einiger Arten. Der WWF rät daher zu einem sehr bewussten Konsum: „Fisch sollte als Delikatesse und nicht täglich konsumiert werden. Denn rund 90 Prozent der Meeres-Fischbestände sind überfischt oder bis an ihre Grenzen befischt”, sagt WWF-Meeresbiologe Axel Hein. Wer dennoch zu Fisch greifen möchte, dem empfiehlt Hein Bio-Fisch wie Forelle, Saibling oder Karpfen aus heimischen Gewässern. „Das entlastet die Meere und ist hinsichtlich Frische, Qualität und kurzer Transportwege unschlagbar”, sagt Hein. „Auch Wildfänge aus heimischen Seen können auf den Tisch, sind jedoch nur in begrenzter Menge verfügbar”.
Hering in kritische Zone abgerutscht
Vor dem Konsum von Meeresfischen empfiehlt die Naturschutzorganisation einen Blick in den WWF-Fischratgeber, um sich gezielt über einzelne Bestände zu informieren. Denn gerade der Hering, lange eine nachhaltige Alternative zu anderen Arten, ist längst nicht mehr automatisch bedenkenlos zu konsumieren. „Die Heringsbestände sind in weiten Teilen des Nordost-Atlantiks in kritische Bereiche gesunken, während die Fangmengen oft über den wissenschaftlichen Empfehlungen liegen“, analysiert WWF-Meeresbiologe Axel Hein.
„Viele Heringsbestände sind durch jahrelange Überfischung stark geschwächt. Die Klimakrise verschärft die Lage weiter, da wärmeres, sauerstoffärmeres Wasser insbesondere empfindlichen Arten wie Hering oder dem Kabeljau massiv zusetzt. Damit fehlen sie auch als Nahrungsgrundlage für Seevögel, Schweinswale, Robben und größere Fische, die auf sie als Nahrung angewiesen sind“, sagt Axel Hein vom WWF.
Heimischer Selbstversorgungsgrad gering
Mit einem Selbstversorgungsgrad von nur acht Prozent, sind die österreichischen Fischressourcen rein rechnerisch bereits Ende Jänner erschöpft. 92 Prozent des konsumierten Fischs werden importiert – vor allem beliebte Arten wie Lachs, Thunfisch und Garnelen. „Mit Grundschleppnetzen gefangene Garnelen sind nicht nur umwelt- sondern auch um ein Vielfaches klimaschädlicher als der Karpfen aus dem Waldviertel”, nennt WWF-Experte Axel Hein ein konkretes Beispiel.
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus










