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Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Anlässlich des Schicksals des gestrandeten Buckelwals „Timmy“ in der Ostsee warnt der WWF vor den wachsenden Belastungen für Meeressäuger weltweit. Dazu zählen vor allem steigender Unterwasserlärm, zunehmender Schiffsverkehr und Veränderungen im Nahrungsangebot durch die Klimakrise. „Wir verwandeln die Meere zunehmend in eine Stresszone für Wale. Treffen mehrere Belastungen zusammen, steigt auch das Risiko für Strandungen. Selbst hochmobile Arten wie Buckelwale sind dadurch verletzlich“, sagt WWF-Meeresbiologe Axel Hein am Dienstag. Neben den erwähnten Faktoren können laut WWF auch der Gesundheitszustand einzelner Tiere oder verlorengegangene Fischereinetze, die sogenannten Geisternetze, eine Rolle für Strandungen spielen.
Buckelwale gehören laut WWF zu den am weitesten wandernden Meeressäugern und legen jährlich tausende Kilometer zwischen Nahrungs- und Fortpflanzungsgebieten zurück. Sie sind auf funktionierende Ökosysteme und akustische Orientierung angewiesen. „Unterwasserlärm durch die weltweite Schifffahrt und die industrielle Nutzung der Meere kann diese Orientierung erheblich beeinträchtigen. Parallel dazu verändert die Klimakrise die Verfügbarkeit von Beutetieren wie Krill und Schwarmfischen und verschiebt damit etablierte Wanderrouten“, nennt Axel Hein konkrete Risiken.
Besonders fatal für Wale ist der Faktor Beifang in der Fischerei: „Jedes Jahr sterben rund 300.000 Wale, Delfine und Schweinswale in Netzen. Damit zählt der Beifang zu den größten direkten Bedrohungen für viele Populationen“, sagt WWF-Meeresbiologe Hein. „Parallel dazu steigt der Schiffsverkehr kontinuierlich. Neben direkten Kollisionen erhöht er den Lärmpegel in den Ozeanen und damit den Stress für Wale.“
WWF fordert besseren Schutz
Um die Risiken für Wale langfristig zu reduzieren, fordert der WWF verbindliche Maßnahmen zur Reduktion von Unterwasserlärm, Tempolimits für Schiffe in sensiblen Walgebieten und eine effektive Ausweisung und Kontrolle von Meeresschutzgebieten. Zudem brauche es eine verstärkte internationale Zusammenarbeit entlang von Wanderrouten. „Wale kennen keine Grenzen, daher muss ihr Schutz international koordiniert werden“, sagt der Meeresbiologe Axel Hein vom WWF.
Pressebilder von WWF-Meeresexperte Axel Hein sowie Buckelwalen sind HIER abrufbar.
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