Neuer Rekord in Österreich: 123 territoriale Seeadler-Paare konnten gezählt werden. Ihr Lieblingsplatz ist das Waldviertel.
EU-Waldschutzgesetz: WWF sieht Licht und Schatten
Durch den internationalen Handel mit Rindfleisch, Soja, Palmöl, Kautschuk, Mais, Holz, Kakao und Kaffee ist die EU der weltweit zweitgrößte Importeur von Regenwald-Abholzung. Daher begrüßt die Umweltschutzorganisation WWF, dass sich das EU-Parlament am Dienstag für eine Stärkung des geplanten EU-Waldschutzgesetzes ausgesprochen hat. “Das EU-Parlament hat damit ein wichtiges Zeichen für den besseren Schutz der weltweiten Regenwälder gesetzt. Damit das Gesetz in der Praxis wirkt, braucht es aber noch mehrere weitere Schritte”, sagt Hannah-Heidi Schindler, Expertin für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich.
Der WWF begrüßt, dass anders als von den EU-Mitgliedstaaten geplant auch der europäische Finanzsektor in die Pflicht genommen werden soll, sieht aber ansonsten noch mehrere Schlupflöcher in der Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten: Neben tropischen Regenwäldern müssen laut WWF unbedingt auch weitere artenreiche Ökosysteme wie Feuchtgebiete und Grasländer vor der Zerstörung durch die Gewinnung von Agrarrohstoffen geschützt werden. Darüber hinaus müsse eine lückenlose Kontrolle der künftigen Regeln samt Sanktionen sichergestellt werden.
“Bis zur finalen Einigung muss die Politik noch mehrere Schlupflöcher schließen, damit in Zukunft tatsächlich keine Produkte mehr am EU-Markt landen, die mit Naturzerstörung und Menschenrechtsverletzungen verbunden sind. Zugleich darf es keine weiteren Abschwächungen geben”, appelliert Hannah-Heidi Schindler vom WWF Österreich im Vorfeld der Triolog-Verhandlungen zwischen der Kommission, den Mitgliedstaaten und dem Parlament.
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu CloudHQ: Großrechenzentren brauchen verpflichtenden Umweltcheck
Umweltschutzorganisation begrüßt UVP für 6,7-Hektar-Projekt in Leopoldsdorf – WWF fordert einheitliche Bundesregeln statt Fleckerlteppich
Neuer Seeadler-Rekord in Österreich: WWF-Zählung erfasst so viele Paare wie noch nie
Konsequenter Schutz zeigt Wirkung: 123 territoriale Seeadler-Paare in Österreich – Hotspot im Waldviertel – Illegale Verfolgung bleibt große Bedrohung
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek
Umweltschutzorganisation weist IV- und WKO-Kritik zurück – Verbindliches Klimaziel schafft Planungssicherheit, senkt Energieabhängigkeit und stärkt Innovation – WWF fordert wirksame Maßnahmen für die Umsetzung
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava










