Bundesregierung sollte Steuern vor allem auf pflanzliche Lebensmittel senken – Etwaige Subventionierung des Fleischabsatzes wäre klimaschädlich und gesundheitspolitisch falsch
Heringsschmaus am Aschermittwoch
Am 18. Februar 2015 ist Aschermittwoch – da steht für viele Österreicherinnen und Österreicher traditionell der Hering am Speiseplan. WWF Meeresexperte Axel Hein gibt grünes Licht für den beliebten Fasttagsfisch: „Die Bestände des Herings im Nordost-Atlantik sind stabil. Man kann ihn also ohne schlechtem Gewissen verzehren“. Aufgrund seines günstigen Preises und seines häufigen Vorkommens war der Hering bis in das 20. Jahrhundert hinein als „Arme-Leute-Essen“ bekannt und besonders in der Fastenzeit sehr beliebt. Außerdem wird dem sauren Fisch eine entschlackende Wirkung nachgesagt. Auch heute zählt der fette Seefisch wegen seinem reichlichen Vorkommen, seinem hohen Eiweißgehalt, seiner günstigen Fettsäurenzusammensetzung sowie dem Jod- und Selengehalt zu den wichtigsten Speisefischen der Welt.
Der Aschermittwoch markiert den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit. Seine Wurzeln hat er in der Bibel. Bereits im Alten Testament findet sich die Anmerkung „in Sack und Asche gehen“, woraus sich dann die sprichwörtliche Redensart „sich Asche aufs Haupt streuen“ als Zeichen für Reue und Scham entwickelt hat. Da gilt es für viele, auf Fleisch zu verzichten und stattdessen auf Alternativen wie Gemüse oder Fisch zurückzugreifen.
Konsumenten, denen der Hering zu intensiv schmeckt, aber die dennoch nicht auf eine Portion Fisch als Omega 3 Quelle verzichten wollen, können auch zu Pangasius greifen. Er ist vor allem aufgrund seines milden Geschmackes und den praktisch nicht vorhandenen Gräten sehr beliebt. Dieser Fisch ist auf dem besten Wege, sein schlechtes Image abzustreifen, denn die Bedingungen der Pangasiuszucht haben sich in den letzten Jahren maßgeblich verbessert. Mittlerweile ist in den heimischen Tiefkühltheken Pangasius mit ASC Zertifizierung zu finden. Dieses Gütesiegel garantiert, dass verantwortungsvoll gearbeitet und bei der Zucht die umliegenden Gewässer nicht verschmutzt wurden!
Grundsätzlich rät Hein: „Egal ob Forelle, Saibling oder Karpfen: Wer heimischen Bio-Fisch kauft, ist auf der sicheren Seite. Wir verfügen über ein reichhaltiges Fischangebot und dank der kurzen Transportwege ist nicht nur der Fisch frisch sondern auch die CO2-Bilanz gering.“ Auch die Umweltsiegel von MSC für Wildfisch, das ASC Siegel für verantwortungsvolle Aquakultur sowie diverse Bio-Gütesiegel bieten laut dem WWF eine gute Orientierung beim Einkaufen. Sie operieren nach strengen Richtlinien und gewährleisten so den Kauf von nachhaltigem Fisch. Um sich einen einfachen Überblick über das nachhaltige Fischangebot zu verschaffen, gibt es den WWF Fischratgeber – er ist auf der Website des WWF unter https://www.wwf.at/fischfuehrer zu finden. Allen Smartphone usern steht der Fischratgeber auch als APP kostenlos zum Download zur Verfügung. Sie bietet zusätzlich noch viele Informationen zu den einzelnen Fischen zum Nachlesen.
Rückfragehinweis:
Theresa Gral MA, Pressesprecherin WWF Österreich
Tel.: +43-1-48817-216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
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