Rahmenbedingungen für Klimaneutralität 2040 längst überfällig – Industriellenvereinigung verhindert zahlreiche Energiegesetze und schadet sich selbst
Kaunertal: WWF kritisiert Ausbauprojekt als “gefährlich und naturzerstörerisch”
Der WWF bewertet die heutige UVP-Auflage für den Platzertal-Speicher im Rahmen des Ausbauprojekts Kraftwerk Kaunertal als “gefährlich und naturzerstörerisch“. Mögliche Gefahren im Zusammenhang mit der Klimakrise, wie beispielsweise Bergstürze durch das Auftauen von Permafrostböden in den Alpen, seien weiterhin ungeklärt und stellten daher ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Zudem würde durch den Platzertal-Speicher ein Tiroler Naturjuwel für immer zerstört. Der WWF fordert daher erneut den Stopp des Projekts und die Umsetzung sicherer Alternativen für eine naturverträgliche Energiewende. “Das Planungsfossil Kaunertal-Ausbau zerstört einzigartige Natur, ist sündteuer und obendrein mit enormen Sicherheitsrisiken verbunden. Die Tiwag muss endlich ihre Scheuklappen abnehmen und die weitaus besseren Alternativen ernsthaft angehen”, sagt Maximilian Frey vom WWF.
Studien haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass beispielsweise die Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz energiewirtschaftlich sinnvoll ist. Diese Standortalternative würde bei gleicher Pumpspeicherleistung weit weniger Naturzerstörung mit sich bringen. So müsste das wertvolle Moor- und Feuchtgebiet im Platzertal nicht zerstört werden, da kein neues Speicherbecken benötigt wird. Die Leistungserhöhung bestehender Pumpspeicherkraftwerke ist auch gängige Praxis in Österreich.
Der WWF wird sich aufgrund der massiven Bedenken im laufenden Verfahren gegen das Projekt einbringen. “Das Platzertal beherbergt ein einzigartiges Moor-Feuchtgebiet, wie es in diesem Ausmaß nirgends sonst in Österreich erhalten geblieben ist. Keine erdenkliche Ausgleichsmaßnahme wird diese Naturzerstörung jemals ersetzen können. Damit wäre ein weiterer Alpenschatz für die kommenden Generationen unwiederbringlich verloren”, sagt WWF-Experte Maximilian Frey.
News
Aktuelle Beiträge
Trockenheit in Österreich: WWF fordert Schutz des Platzertal-Moors als wichtigen Wasserspeicher
Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
WWF-Ranking: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend
Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.
WWF und ÖKOBÜRO gewinnen Artenschutzverfahren am Verwaltungsgerichtshof
Höchstgericht bestätigt fehlende Rechtskonformität von Abschuss-Verordnungen für geschützte Tierarten – Ende der pauschalen Tötungen gefordert
WWF: Klimakrise stellt Budget auf Belastungsprobe
Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
Elefanten in der Klimakrise: WWF warnt vor “gefährlichem Cocktail” für Dickhäuter
Dürre, Hitze und extreme Niederschläge verändern den Lebensraum von Elefanten massiv – Suche nach Wasser und Futter zunehmend erschwert – WWF fordert verstärkte Schutzmaßnahmen









