Gleich zwei Zwillingsgeburten bei den Berggorillas im Virunga-Nationalpark sorgen für Aufsehen. Feldteams konnten bereits beobachten, dass die Tiere innerhalb ihrer Familie einen bemerkenswerten Zusammenhalt zeigen.
Kraftwerk Kaunertal: WWF fordert Offenlegung aller Sicherheitsrisiken
Der WWF Österreich hat am Montag 13 Fragen an die TIWAG gestellt, um offene Sicherheitsrisiken rund um das geplante Kraftwerk Kaunertal zu klären. Unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) fordert die Naturschutzorganisation die Offenlegung potenzieller Gefahrenzonen und der Flutwellen-Abschätzung rund um den Speicher Gepatsch. „Mehrere Gutachten zeigen Mängel bei der Berücksichtigung von Naturgefahren, die mit der Klimakrise extremer und gefährlicher werden. Die TIWAG hat dieses Risiko bisher kleingeredet. Daher fordern wir volle Transparenz für die Bevölkerung und eine unabhängige Prüfung, bevor die Planungen für den Ausbau des Kraftwerks weitergehen“, sagt Maximilian Frey vom WWF.
In den von der TIWAG eingereichten Unterlagen für den milliardenteuren Ausbau werden die steigenden Gefahren nur lückenhaft und auf Basis veralteter Szenarien behandelt. „Die TIWAG will ihr Prestigeprojekt durchboxen, bevor sie das Gefahrenpotenzial rund um die bestehende Anlage umfassend offengelegt hat. Das ist fahrlässig – zuerst muss die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet sein“, fordert Maximilian Frey vom WWF unter Bezug auf Experten-Gutachten. Demnach hat sich das Risiko von Bergstürzen durch den Rückgang des Permafrosts in den vergangenen Jahren vervierfacht. Im Ernstfall könnte das eine Flutwelle auslösen, die auch die Gemeinde Kaunertal erreichen würde.
Die WWF-Anfrage orientiert sich an den Leitfäden der im Umweltministerium angesiedelten Staubecken-Kommission. Daher müsste die TIWAG die angefragten Pläne für den Speicher im Kaunertal bereits erstellt haben und diese daher auch offenlegen. Die TIWAG unterliegt der Rechnungshof-Prüfpflicht, ist zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Tirol und nicht börsennotiert. Somit unterliegt sie der Informationspflicht nach dem IFG und ist zur Herausgabe von Informationen verpflichtet.
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Neue Salzburger Wolfsverordnung widerspricht europäischem Artenschutzrecht
Naturschutzorganisation kritisiert die geplanten anlasslosen Tötungen von Wölfen – Vorgehen gegen geschützte Wildtiere ist in Salzburg völlig überschießend
WWF: Interne Akten zeigen schwere Mängel beim Kraftwerksausbau Kaunertal
23 Nachforderungen, jede zweite betrifft Sicherheitsfragen – Tiwag-Unterlagen unvollständig, zentrale Risiken trotz Nachreichungen immer noch ungeklärt – WWF fordert Stopptaste für UVP
Dramatischer Rückgang: Kaiserpinguine jetzt „stark gefährdet“ – WWF fordert raschen Klimaschutz
Antarktis-Lebensraum zunehmend bedroht – Kaiserpinguine auf der Roten Liste der IUCN hochgestuft – WWF fordert dringend bessere Arten- und Klimaschutzmaßnahmen
Biber als Klima-Helden: Streng geschützte Art schafft effektive Kohlenstoffsenken
Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung










