Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
LH-Konferenz: WWF fordert Bundesländer-Ja zum EU-Renaturierungsgesetz
Anlässlich der Landeshauptleute-Konferenz in St. Pölten fordert die Umweltschutzorganisation WWF ein Ende der unsachlichen Blockadehaltung gegen das EU-Renaturierungsgesetz. “Die ablehnende Bewertung der Bundesländer, die ein österreichisches Ja zum Gesetz bisher verhindert hat, beruht auf einem längst überholten Verhandlungsstand. Der aktuelle EU-Kompromiss hat die Bedenken auf mehreren Ebenen bereits berücksichtigt. Daher sollten die neun Landeshauptleute ihre ablehnende Haltung rasch überdenken”, sagt WWF-Experte Arno Aschauer. Zudem gehe das geplante EU-Gesetz weit über reine Bundesländer-Kompetenzen beim Naturschutz hinaus: von der Wasserversorgung über gesunde Flüsse und Wälder bis zur Anpassung an die Klimakrise brächte es zahlreiche Vorteile für die gesamte Gesellschaft. “Dazu kommt die Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion in Europa, die auf Bestäuber, Nährstoffe, Wasser und Erosionsschutz angewiesen ist”, argumentiert Arno Aschauer.
Das geplante Gesetz enthält verbindliche Ziele zur Wiederherstellung der Natur, überlässt es aber den einzelnen Mitgliedstaaten, wie diese erreicht werden. Dafür stehen bei Bedarf auch Mittel im EU-Budget bereit. “Intakte Ökosysteme sind unsere wichtigsten Verbündeten gegen die Klima- und Biodiversitätskrise. Deshalb müssen sie auf allen Ebenen besser geschützt und wo nötig wiederhergestellt werden. Alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche sowie unsere Gesundheit würden davon massiv profitieren”, sagt Arno Aschauer vom WWF. “Auch deshalb wäre das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur genau die richtige Antwort auf die eskalierende Klima- und Biodiversitätskrise.”
In Österreich sind mehr als 80 Prozent der europarechtlich geschützten Arten und Lebensräume in keinem günstigen Erhaltungszustand. Nur noch 14 Prozent der heimischen Flüsse sind in einem guten ökologischen Zustand. 90 Prozent der ursprünglichen Moorflächen sind bereits zerstört. Der Bodenverbrauch liegt im Schnitt bei 12 Hektar pro Tag und damit fast fünf Mal höher als das selbst gesteckte Nachhaltigkeitsziel.
News
Aktuelle Beiträge
Tiroler Lech ist Fluss des Jahres!
Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen









