Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
Neuer Biodiversitätsbericht: WWF fordert Naturschutz-Offensive
Anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Multiple Krisen, gemeinsame Lösungen” mit 22 Vorschlägen aus der heimischen Wissenschaft fordert der WWF eine Naturschutz-Offensive von Bund und Ländern. „Der Bericht zeigt sehr deutlich, dass eine intakte Natur unsere beste Verbündete gegen die Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise ist. Umwelt und Gesundheit profitieren von natürlichen Schutzmaßnahmen, die auch mit dem EU-Renaturierungsgesetz umgesetzt werden sollen”, sagt WWF-Experte Arno Aschauer. Der Bericht veranschauliche die enge Verbindung einer intakten Biodiversität mit der Verfügbarkeit von Wasser, einer sicheren Ernährung, einer hohen Gesundheit und dem Klimaschutz. „Daher sollte die Politik dem bis heute vernachlässigten Schutz der Biodiversität mehr Priorität geben, gerade auch was die Finanzierung betrifft“, sagt Arno Aschauer vom WWF.
Für Österreich empfehlen die Fachleute unter Bezug auf die Erkenntnisse des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) u.a. mehr Renaturierungen, die Wiederherstellung von Flussauen, den Abbau unnötiger Querbauwerke und den Schutz wertvoller Moore und Böden. „Renaturierungen bringen nicht nur Vorteile für die heimische Fauna mit sich, sondern auch positive Effekte auf das Hochwasserrisiko und die Wasserqualität”, wird betont. Zudem warnt der Report vor den Folgen von Bodenversiegelung und Klimaveränderung. „In Österreich sind landwirtschaftliche Böden bedroht, weil immer mehr Flächen verbaut werden, der Boden sehr intensiv genutzt wird und Erosion sowie Wetterextreme zunehmen”, heißt es im Wortlaut. Daher seien sowohl die Entsiegelung von Böden als auch die Vermeidung neuer Versiegelung zentral.
Naturbasierte Lösungen sind laut dem Bericht auch für das Gesundheitssystem zentral, um die Folgen von Hitze, Extremwetter, Allergien und Infektionen abzufedern. „Eine gesündere Ernährung, ein verbesserter Hitzeschutz, etwa durch den Ausbau grüner Infrastruktur, sowie eine Reduzierung von Luft-, Wasser- und Bodenverunreinigungen haben nicht nur für das österreichische Gesundheitssystem positive Folgen, sondern auch für Nahrung, Wasser und Biodiversität”, so der Bericht wörtlich.
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