7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Noch immer fatale Brände im Amazonas-Regenwald
Bereits im Sommer 2019 wurde der Amazonas-Regenwald von verheerenden Bränden heimgesucht. Doch in der Corona-Krise fast unbemerkt, wüten auch dieses Jahr wieder schwere Waldbrände und legen große Teile des Amazonas-Regenwaldes in Schutt und Asche.
Mehr Feuer als im letzten Jahr
Die nationale brasilianische Weltraumagentur INPE, das für ihre Analyse Satellitenbilder in Echtzeit auswertet, verzeichnete im September erschreckende 8.106 Brände. Das übertrifft den bisherigen Rekord von 5.993 im August 2005 um mehr als ein Drittel. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 haben sich die Brände sogar verdreifacht. In den ersten neun Monaten dieses Jahres gab es um 14 Prozent mehr Brände als noch im selben Zeitraum des Vorjahres. Auch innerhalb von Naturschutzgebieten ist die Lage fatal.
Ich rette den Amazonas-Regenwald!
Die Politik schaut weg…oder nicht genauer hin
Die Feuer, die im Amazonas-Gebiet wüten, entstehen nicht einfach so. Sie wurden Großteils gelegt, um Platz für Rinderherden und Felder zu schaffen. Diese illegalen Brandrodungen als Form der Landgewinnung wurden zwar per Dekret vorübergehend verboten, doch sind diese Regelungen nur wirksam, wenn sie auch durchgesetzt werden.
Die Entwaldung in Brasilien ist politisch gewollt oder zumindest akzeptiert. Präsident Bolsonaro verzögert die Bekämpfung der Brände und möchte die Interessen der Agrar-Lobby durchsetzen. So hat er Umweltbehörden und der indigenen Behörde des Landes deren Budget reduziert und Kompetenzen entzogen. Und damit auch die Kontrollen im Regenwald drastisch zusammengekürzt.
Auswirkungen auf uns alle
Doch dieses Spiel mit dem Feuer ist gefährlich. Für die Süßwasser-Delfine, die im Amazonas-Fluss um die Wette schwimmen. Für die Capybaras, die im Wasser planschen. Für die Löwenkopfäffchen, die in den Baumkronen turnen. Für die letzte große Jaguar-Population, die hier lebt.
Und es ist auch gefährlich für uns. Denn in der Natur ist alles miteinander verbunden. Der Regenwald ist auch unsere „grüne Lunge“ und spielt eine Schlüsselrolle für unser Weltklima.
Wir müssen jetzt gemeinsam dagegenhalten und so viel Regenwald retten, wie möglich. Helfen Sie mit, unsere „grüne Lunge“ zu retten. Denn nicht nur der Jaguar, sondern auch wir können ohne den Regenwald nicht überleben.
Ich rette den Amazonas-Regenwald!
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima
Durchbruch an der Grenzmur: WWF zeigt, wie Renaturierung gelingt
WWF Österreich und slowenische Projektpartner stellen natürlichen Fluss der Mur wieder her – Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Flusslebensräume
Hitzetod bedroht Amazonas-Delfine: Studien zeigen gefährliche neue Normalität
Anhaltende Überhitzung von Flüssen gefährdet seltene rosa Flussdelfine – Klimakrise als Ursache für “thermische Fallen” von bis zu 41 Grad Celsius – WWF fordert besseren Schutz von Flüssen
Hunde-Spaziergang am Inn: Wie man Vogel-Nachwuchs schützen kann
An den Kiesbänken des Inns brüten derzeit wieder seltene Vogelarten. Doch Spaziergänger:innen und freilaufende Hunde können den Nachwuchs unwissentlich gefährden.
Statusbericht Wolf: 121 Wölfe in Österreich nachgewiesen, weniger Rudel, kaum Nachwuchs
Neuer Bericht des Österreichzentrums: Rückgang auf acht Wolfsrudel im Vorjahr, nur wenige Welpen, Rekordzahl an Abschüssen – WWF fordert mehr Herdenschutz













