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Sanierungsoffensive: WWF sieht zu wenig Schub für die Wärmewende

Wien, am 15. Oktober 2026 – Die Umweltschutzorganisation WWF bewertet die heute vorgestellte Sanierungsoffensive 2027 als „sinnvollen, aber zu schwachen Impuls“ für die Wärmewende. „Die Aufstockung ist dringend notwendig, gemessen am Sanierungsbedarf aber zu wenig ambitioniert. Die Bundesregierung muss die Förderung so ausrichten, dass die Gebäudesanierung und der Kesseltausch dauerhaft Fahrt aufnehmen“, sagt WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer. Anstelle einer „Stop-and-Go-Politik“ benötige es planbare Förderungen und einen verbindlichen Zeitplan für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen.
Damit Österreich seine Klimaziele erreicht, müsse sich die Sanierungsrate auf rund drei Prozent pro Jahr verdoppeln. Dafür seien höher dotierte und mehrjährige Offensiven notwendig. „Sanierungen lassen sich nicht auf Knopfdruck umsetzen. Die Finanzierung muss für Betriebe und Haushalte über die gesamte Planungsphase verlässlich sein“, sagt Viktoria Auer. 2026 waren die Fördermittel bereits zur Jahresmitte ausgeschöpft. „Das bremst Investitionen und erschwert es Betrieben, Personal und Aufträge zu planen“, warnt Auer.
Laut Angaben des Umweltbundesamts lag die Gesamtsanierungsrate im Jahr 2024 bei nur rund 1,6 Prozent des Wohnungsbestandes. Der Wert setzt sich aus geförderten und ungeförderten umfassenden Sanierungen sowie kumulierten Einzelmaßnahmen zusammen.
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