Umweltschutzorganisation ortet falsche Prioritäten: Umweltschädliche Subventionen bleiben großteils unangetastet, Biodiversität bleibt unterfinanziert, beim Klimaschutz wird gekürzt
Steuerreform: WWF kritisiert „schwachen Kompromiss“
Geplante CO2-Bepreisung und Öko-Bonus müssen ambitionierter ausfallen – Umweltschädliche Subventionen abbauen statt konservieren
Als „verheerendes Signal“ sieht der WWF den erneut verschobenen Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Eine öko-soziale Steuerreform müsste deutlich ambitionierter ausfallen, um den CO2-Ausstoß und den Bodenverbrauch wirksam einzubremsen. Derzeit ist es ein schwacher Kompromiss, der dringend verbessert werden muss“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons anlässlich der heutigen Präsentation der Bundesregierung.
Der WWF fordert einen höheren Einstiegspreis von zumindest 50 Euro pro Tonne CO2, der bis 2025 auf 150 Euro pro Tonne CO2 ansteigt und danach schrittweise bis über 2030 hinaus steigt. „Damit wäre nicht nur die Hebelwirkung des Klimaschutz-Pakets größer, sondern auch der Spielraum für die Entlastung der Menschen. Nur so entsteht der notwendige Lenkungseffekt“, sagt Hanna Simons vom WWF.
Sehr kritisch bewertet der WWF den fehlenden Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Derzeit befeuert die Politik sowohl die Klimakrise als auch den Bodenverbrauch mit falsch ausgerichteten Subventionen in Milliardenhöhe. Es ist geradezu fahrlässig, dass dieses System weiter konserviert wird“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons. Laut WIFO-Angaben werden allein in den Bereichen Energie und Verkehr bis zu 4,7 Milliarden Euro pro Jahr mit potentiell negativen Umwelteffekten ausgegeben. Die seit Monaten versprochene Evaluierung der Bundesregierung liegt bis heute nicht vor.
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