Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
„The Orb“ – Himmelskörper als globales Archiv des Klimakampfs
Wien, 26. November 2009 – Am 1. Dezember wird der WWF eine Festplatte um die Welt schicken: Der „People’s Orb“ (Himmelskörper des Volkes) ist ein elektronisches Archiv mit großer Speicherkapazität, das ähnlich wie das Olympische Feuer um die Welt getragen wird. Nach fünf Tagen wird der Orb im Klimaexpress, einem speziellen Zug, in Kopenhagen eintreffen. Auf diesem Orb befinden sich die Daten von Millionen Menschen und wissenschaftliche Studien, die der Menschheit der Zukunft beweisen sollen, dass die ganze Welt von der drohenden Gefahr des Klimawandels Bescheid wusste. Auch die Namen von bisher mehr als 14.000 Österreichern werden dort für die Zukunft gespeichert sein, die mit ihrer Stimme bei www.voteearth.at die Entscheidungsträger in Kopenhagen aufrufen, ein wirksamen Klimaschutzabkommen zu unterzeichnen und den Weg von Kyoto fortzusetzen. „Der Orb ist das Zeugnis des globalen Klimabewusstseins des Jahres 2009 und soll noch in Hundert Jahren an eine Zeit der Dummheit oder der Klugheit erinnern – je nachdem wie die Klimakonferenz von Kopenhagen ausgehen wird“, beschreibt WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger das globale Projekt.
Der Orb enthält neben den Stimmen für die Erde auch die Daten der Earth Hour, bei der sich im März 2009 Hunderte Millionen Menschen in mehr als 4.000 Städten in 88 Ländern beteiligten. Wissenschaftliche Studien, Stimmen, Bilder, Fotos und Videos von Aktionen für den Klimaschutz aus unzähligen Kampagnen sind ebenso dort gespeichert wie die Appelle von Wissenschaftlern, Prominenten und Politikern aus aller Welt. Der Orb wird am 16. Dezember den Repräsentanten der führenden Staats- und Regierungschefs der Welt in einer feierlichen Zeremonie übergeben. Eine identische Kopie des Orbs verbleibt als mahnendes Zeugnis für die zukünftigen Generationen für zukünftige Generationen im Nationalmuseum von Dänemark.
Der Orb wird zwei Tage vor dem Beginn der Klimakonferenz am 5. Dezember mit dem Klima-Express, einem Zug aus Brüssel, in Kopenhagen eintreffen. In diesem Zug werden 400 Experten, Politiker und NGO-Vertreter demonstrativ mit einem öffentlichen Verkehrsmittel fahren, darunter auch Achim Steiner, der Direktor des UN-Umweltprogramms und der internationale WWF-Generaldirektor James Leape. In den neun Tagen der wohl wichtigsten globalen Konferenz seit Ende des Zweiten Weltkriegs wird der Orb weiter mit Reden, Studien und Bildern vom Konferenzort gefüllt. Am 16. Dezember, wenn die Staats- und Regierungschefs anreisen, wird er abends im Rathaus von Kopenhagen als Mahnung des Wissens an die entscheidenden Politiker übergeben, die dort über die Zukunft unseres Planeten entscheiden werden. Die feierliche Zeremonie wird angeführt von einer Prozession von Kindern mit Laternen. Anschließend werden in Kopenhagen die Lichter für eine Stunde als Zeichen der Solidarität ausgeschaltet. Teil der WWF-Aktion ist auch die dänische Klima- und Energieministerin, Vorsitzende der UN-Klimakonferenz und designierte EU-Kommissarin Connie Hedegaard. Das Klimateam des WWF Österreich wird live vor Ort sein und aus Kopenhagen berichten.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF Österreich, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at, Website: www.voteearth.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Flüssereport: Drei Viertel der ökologisch wertvollen Flussstrecken ungeschützt
77 Prozent der wertvollen Flussstrecken ohne verbindlichen Schutz vor weiterem Wasserkraftausbau – Hitze und Dürre machen Schutz und Renaturierung dringlicher – WWF legt Zeugnisse für alle neun Bundesländer vor
UNO-Artenschutzkonferenz: WWF bewertet Ergebnis als „verpasste Chance“
Staaten bleiben bei Naturschutz-Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen hinter notwendiger Ambition zurück – WWF fordert Konsequenzen auch in Österreich
CITES-Meeting: WWF warnt vor Tigerfarmen als Deckmantel für illegalen Wildtierhandel
Große Datenlücken erschweren Kontrolle des Handels mit Tigern – WWF fordert strengere Aufsicht und ein Ende der Zucht für den Handel mit Körperteilen – Artenschutzgremium CITES tagt in Genf
WWF und Ozeanforscherin Sylvia Earle legen Grundstein für besseren Schutz des Mittelmeers
Neue Hoffnungs-Zone für den Artenschutz im Mittelmeer – Basis für grenzüberschreitenden Schutz seltener Hai- und Rochenarten, Wale, Delfine und Meeresschildkröten – WWF fordert politische Zusagen
Weltnaturkonferenz: WWF fordert Kurskorrektur bei Milliarden-Subventionen
UNO-Konferenz vor Abschluss – Reform umweltschädlicher Subventionen stark umkämpft – Naturschutzorganisation fordert verbindlichen Finanzierungsplan
WWF zum Klimagesetz: Ohne verbindliche Pflichten droht Mogelpackung
Begutachtungsfrist endet am Freitag: Verbindliche Sektorziele und Rechtsschutz fehlen, Standortklausel ermöglicht Rückzieher – Bundesregierung und Nationalrat müssen Entwurf nachschärfen
WWF: 20 Spitzmaulnashörner zum Schutz vor Wilderern evakuiert
Nashorn-Wilderei in Südafrika bedroht Arterhalt – Umsiedlung von Tieren nach Botswana zum Aufbau neuer Populationen – WWF vor Ort im Einsatz gegen illegale Jagd und Handel mit Nashorn-Horn
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Scheitern zentraler Verhandlungen
Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen












