Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen
UVP-Skandal in der Steiermark: WWF fordert volle Aufklärung und Prüfung aller Projekte

Laut Medienberichten sollen in der Steiermark jahrelang große Bauprojekte unrechtmäßig genehmigt worden sein, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Naturschutzorganisation WWF Österreich fordert die lückenlose Aufklärung dieses handfesten Umwelt-Skandals sowie eine erneute Überprüfung aller umstrittenen Entscheidungen. „Der Verdacht, dass hier umweltschädliche Projekte auf Basis von Amtsmissbrauch und Bestechung genehmigt worden sein sollen, ist ungeheuerlich. Umweltverträglichkeitsprüfungen müssen unabhängig und auf fachlich hohem Niveau durchgeführt werden“, fordert Hanna Simons, Programmleiterin des WWF Österreich.
Der WWF hat in den vergangenen Jahren mehrere höchst umstrittene Entscheidungen des Landes Steiermark rechtlich bekämpft, darunter die Genehmigung der Kraftwerke auf der Koralm und der Schwarzen Sulm. Letztere wurde im September vom Verwaltungsgerichtshof an das Landesverwaltungsgericht Steiermark zurückverwiesen. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Vom WWF stark kritisiert wurde zuletzt auch der geplante Bau des Grazer Amazon-Lagers. Dabei wollte das Land Steiermark gänzlich auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichten. Die Steiermark ist bereits jetzt mit 3,3 Hektar Bodenverbrauch pro Tag an der Spitze der Bundesländer, wie ein WWF-Report kürzlich zeigte.
Der WWF Österreich fordert daher einen Bodenschutz-Vertrag, der den Flächenfraß verbindlich stoppt. Parallel dazu braucht es eine Reform des Umweltrechts mit einer Senkung der viel zu hohen Schwellenwerte für die Einleitung von Umweltverträglichkeitsprüfungen, eine breite Naturschutz-Offensive und die Ökologisierung des Steuersystems und der Raumordnung
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Über 1,25 Millionen Stimmen gegen Abbau des EU-Naturschutzes
Umwelt-Allianz übergibt Petition heute an EU-Umweltkommissarin Roswall – WWF fordert Erhalt zentraler Schutzgesetze und klare Position der Bundesregierung
WWF zu Klimaschäden: Bundesregierung muss Klimaschutz und Vorsorge stärken
Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
Niederösterreich: WWF plant Rückbau von sechs Flussbarrieren
Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
Waldbrände auf Borneo: WWF fordert Soforthilfe für Orang-Utans
Feuer und Rauch bedrohen Menschenaffen – Zerstörte Wälder verschärfen Nahrungsmangel – Regierungen sollen bei Weltnaturkonferenz Mittel für Rettung und Waldschutz zusagen
Bagger am Pitztaler Gletscher: WWF fordert strengeren Gletscherschutz
Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen
Good News: Finn ist neuer WWF-Naturschutzhund
Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Neuer WWF-Spürhund Finn soll illegale Wildtiertötungen aufdecken
Schäferhund-Mischling unterstützt Polizei-Ermittlungen durch Suche nach Tierkadavern und Giftködern – Einsätze vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
WWF-Analyse: Zu wenig Bodenschutz bei neuen Betriebsgebieten
Bodenschutz bei Betriebsgebieten: Alle neun Bundesländer fallen im WWF-Check durch – Täglich fast zwei Fußballfelder zusätzlich beansprucht – WWF fordert Ende des Wildwuchses – LÄNDER-ZEUGNIS im Detail









