Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
Wilderei bedroht die letzten Stör-Bestände der unteren Donau

Verstöße gegen Fangverbote, Verwendung illegaler Fanggeräte, verbotener Handel mit Stören und Störprodukten – die Liste der illegalen Aktivitäten rund um die gefährdeten Störpopulationen an der unteren Donau ist lang. Ein neuer WWF-Bericht zeigt das volle Ausmaß der Bedrohung: “337 Fälle illegaler Aktivitäten wurden zwischen 2016 und 2022 im Zusammenhang mit Stören registriert”, erklärt WWF-Artenschutzexpertin Jutta Jahrl. “Zudem wurden über 950 illegal gefangene Störe beschlagnahmt. Wir gehen jedoch davon aus, dass das nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Fälle abbildet.” Der WWF fordert daher alle involvierten Behörden dringend zum Handeln auf, um die Kontrollen von Fischerei, Transport und Handel zu verstärken und illegale Machenschaften aufzudecken.
Um die illegalen Aktivitäten einzudämmen und die Vollzugsbehörden zu unterstützen, arbeitet der WWF verstärkt an der Entwicklung innovativer Ansätze: “In Bulgarien setzen wir zum Beispiel gemeinsam mit der Grenzpolizei erfolgreich Unterwassersonargeräte zum Aufspüren illegaler Hakenleinen ein”, erklärt WWF-Expertin Jahrl. “Dadurch konnten wir allein im Vorjahr 131 dieser tödlichen Fanggeräte aus dem Verkehr ziehen.” In Rumänien hat der WWF den Kontrollbehörden Kamerafallen zur Verfügung gestellt, mit denen bisher 15 illegale Aktivitäten aufgedeckt werden konnten. “Im Donaudelta testen wir außerdem gerade Möglichkeiten zur Drohnenüberwachung”, sagt Jahrl. “Damit könnte in Zukunft dieser riesige Naturraum, der für die Störe enorm wichtig ist, deutlich besser geschützt werden.”
Störe gelten als die am meisten gefährdete Artengruppe der Welt. Drei Störarten in der unteren Donau sind inzwischen vom Aussterben bedroht: der Hausen oder Beluga, der Sternhausen sowie der Waxdick oder Russische Stör. Außerdem wurde 2022 mit dem Sterlet die einzige noch in Österreich vorkommende Art als stark gefährdet eingestuft. Zwei weitere Störarten sind in der Donau bereits ausgestorben. “Wir müssen die Wilderei auf diese Tiere endlich stoppen, um die Störe zu retten”, sagt Jutta Jahrl.
Den ausführlichen Bericht (englisch) sowie Bildmaterial finden Sie hier zum Download.
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Flüssereport: Drei Viertel der ökologisch wertvollen Flussstrecken ungeschützt
77 Prozent der wertvollen Flussstrecken ohne verbindlichen Schutz vor weiterem Wasserkraftausbau – Hitze und Dürre machen Schutz und Renaturierung dringlicher – WWF legt Zeugnisse für alle neun Bundesländer vor
UNO-Artenschutzkonferenz: WWF bewertet Ergebnis als „verpasste Chance“
Staaten bleiben bei Naturschutz-Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen hinter notwendiger Ambition zurück – WWF fordert Konsequenzen auch in Österreich
CITES-Meeting: WWF warnt vor Tigerfarmen als Deckmantel für illegalen Wildtierhandel
Große Datenlücken erschweren Kontrolle des Handels mit Tigern – WWF fordert strengere Aufsicht und ein Ende der Zucht für den Handel mit Körperteilen – Artenschutzgremium CITES tagt in Genf
WWF und Ozeanforscherin Sylvia Earle legen Grundstein für besseren Schutz des Mittelmeers
Neue Hoffnungs-Zone für den Artenschutz im Mittelmeer – Basis für grenzüberschreitenden Schutz seltener Hai- und Rochenarten, Wale, Delfine und Meeresschildkröten – WWF fordert politische Zusagen
Weltnaturkonferenz: WWF fordert Kurskorrektur bei Milliarden-Subventionen
UNO-Konferenz vor Abschluss – Reform umweltschädlicher Subventionen stark umkämpft – Naturschutzorganisation fordert verbindlichen Finanzierungsplan
WWF zum Klimagesetz: Ohne verbindliche Pflichten droht Mogelpackung
Begutachtungsfrist endet am Freitag: Verbindliche Sektorziele und Rechtsschutz fehlen, Standortklausel ermöglicht Rückzieher – Bundesregierung und Nationalrat müssen Entwurf nachschärfen
WWF: 20 Spitzmaulnashörner zum Schutz vor Wilderern evakuiert
Nashorn-Wilderei in Südafrika bedroht Arterhalt – Umsiedlung von Tieren nach Botswana zum Aufbau neuer Populationen – WWF vor Ort im Einsatz gegen illegale Jagd und Handel mit Nashorn-Horn
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Scheitern zentraler Verhandlungen
Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen









