Report zeigt wirtschaftliche Risiken des Verlusts von Arten und Ökosystemen – WWF fordert Gegensteuern – „Wer ohne Rücksicht auf planetare Grenzen wirtschaftet, sägt am eigenen Ast“
Wildtier-Kriminalität: Dominic Thiem und WWF schlagen Alarm
Mit einem dringenden Appell macht die Naturschutzorganisation WWF Österreich auf das enorme Problem der internationalen Wildtierkriminalität aufmerksam und fordert ein entschlossenes Vorgehen. Unterstützung bekommt der WWF dabei von Tennis-Profi Dominic Thiem, der schon immer ein Herz für die Anliegen von Wildtieren hatte: „Wilderei verursacht unvorstellbares Leid und gefährdet bedrohte Tierarten wie Tiger oder Elefanten. Deshalb unterstütze ich den WWF im Kampf gegen die Wilderei“, sagt Dominic Thiem. In einem neuen Video ruft er dazu auf, seinem Beispiel zu folgen.
„Mit einem jährlichen Umsatz von bis zu 20 Milliarden Euro ist der illegale Handel mit Wildtieren Teil des viertgrößten Verbrechens weltweit, gleich nach Drogenhandel, Menschenhandel und Waffenhandel. Doch das Problem wird oft nicht ausreichend ernst genommen – es gibt zu wenige Kontrollen und zu geringe Strafen“, berichtet Georg Scattolin, Experte für Artenschutz beim WWF Österreich. Millionen von Tieren werden daher jedes Jahr getötet, alleine 20.000 Elefanten fallen der Profitgier jährlich zum Opfer. Wilderei hat mehrere wichtige Tierarten an den Rand der Ausrottung getrieben oder schon ganz verschwinden lassen. So wurde etwa der letzte Tiger in Vietnam 2002 gesehen.
WWF entfernt Schlingfallen in Südostasien
Eine besonders heimtückische Erfindung des Menschen sind Schlingfallen. Sie ziehen sich immer fester zu, je mehr sich die gefangenen Tiere aus ihnen zu befreien versuchen – Tiere, die dadurch nicht umkommen, werden schwer verstümmelt. „Weit über 12 Millionen illegale Fallen gefährden bedrohte Arten in Südostasien. Einmal im Wald ausgelegt, fangen sie wahllos Tiere, auch wenn die Fallen gar nicht für sie gedacht waren“, erklärt Georg Scattolin. Ein wichtiges WWF-Projekt vor Ort ist daher die Entfernung dieser Schlingfallen aus den Wäldern. Darüber hinaus arbeitet der WWF mit den Menschen vor Ort, etwa in Form von Ausbildungen für Wildhüter, um deren Lebenssituation zu verbessern. Um den illegalen Import von Wildtier-Produkten zu verhindern, fordert der WWF strengere Kontrollen und die Schließung illegaler und unregulierter Wildtiermärkte aus.
Weitere Informationen zur Wildtierkriminalität finden Sie unter www.stopp-wilderei.at
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