© Science Based Targets
Science Based Targets
Praxisnaher Ansatz mit messbaren Impact
Unternehmen stehen vor der großen Herausforderung einer klima- und naturfreundlichen Transformation ihrer Geschäftsmodelle, die gleichzeitig nachhaltigen Unternehmenswachstums gewährleistet.
Eine wissenschaftsbasierte Klima- und Biodiversitätsstrategie mit Hilfe der Science Based Targets (SBTs) liefert dafür Lösungen und Wettbewerbsvorteile.
Unternehmen unter Druck
Große Teile der Wirtschaft sind sich den unumkehrbaren Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise und der steigenden Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens sehr bewusst. Auch regulatorische Eingriffe nehmen immer mehr an Fahrt auf. So steigt die Zahl der Unternehmen, die nicht nur zum Handeln bereit sind, sondern auch dazu ihre bisherigen Anstrengungen zu intensivieren.
Das Pariser Klimaabkommen setzt einen klaren Rahmen für Klimastrategien von Unternehmen. Die Einigung im internationale Abkommen sieht vor, die globale Erderhitzung auf deutlich unter 2°C im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu begrenzen. Für Industriestaaten wie Österreich bedeutet dies den Endenergieverbrauch massiv zu reduzieren und die erneuerbaren Energien naturverträglich auszubauen.
Kurz gesagt wird Österreich 2050 nur noch 10 Prozent des heutigen Niveaus emittieren – die Wirtschaft eingeschlossen. Denn rund Drei Viertel der österreichischen Emissionen lassen sich alleine wirtschaftlichen Aktivitäten zuordnen.
Science Based Targets for Climate – Wissenschaftsbasierte Klimaschutzziele
Hinweis: Der Corporate Net Zero Standard von SBTi wird aktuell grundlegend überarbeitet. Ziel ist es dabei, die Methodik an den neuesten wissenschaftlichen Stand anzupassen und gleichzeitig häufige Herausforderungen von Unternehmen bei der Zielsetzung zu erleichtern. Hier haben wir die derzeitigen Änderungsvorschläge für Sie zusammengefasst.
Bis zum Abschluss des Konsultationsprozesses und der finalen Annahme eines neuen Net Zero-Standards bleiben die aktuellen Kriterien für kurzfristige und Net Zero-Ziele bestehen. Unternehmen können sich weiterhin wissenschaftsbasierte Ziele auf Basis der vorliegenden Methodik setzen und validieren lassen.
Mit Hilfe der Science Based Targets for climate (SBTs for climate) erhalten Wirtschaftstreibende die Möglichkeit klimafit und damit zukunftsfähig zu wirtschaften. Dabei werden Zielpfade zur Emissionsreduktion basierend auf dem gesamten Ausstoß eines Unternehmens und Finanzinstitute (Corporate Carbon Footprint) berechnet. Wissenschaftsbasierte Klimaziele bilden die Eckpfeiler wirksamer Klimastrategien und sind damit auch eine Grundvoraussetzung für die sukzessive Dekarbonisierung im Kerngeschäft von Unternehmen.
Damit übernehmen Unternehmen und Finanzinstitutionen Verantwortung für ihren Anteil zur Emissionsreduktion und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit Herausforderungen rund um die Transformation ganzheitlich zu bewältigen und klimafreundliche Geschäftsmodelle erfolgreich umzusetzen.
SBTi setzt Standard für wissenschaftsbasierte Klimaschutzziele
Die Science Based Targets-Initiative (SBTi) wurde 2015 im Rahmen einer Partnerschaft des Carbon Disclosure Project (CDP), Global Compact der Vereinten Nationen, World Resources Institute (WRI) und WWF gegründet. In einer Vielzahl von Ansätzen und Methoden hat sich die SBTi als wichtige Orientierungshilfe etabliert und stellt durch den wissenschaftsbasierten Ansatz sowie unabhängiger Validierungsprozesse die Qualität von Klimazielen sicher. Zusätzlich erleichtern Best Practice Beispiele, Guidance-Dokumente und weitere Ressourcen die Umsetzung.
Erfolg der Initiative spricht für sich
Mehr als 10.000 Unternehmen und Finanzinstitute, die zusammen rund ein Drittel der globalen Marktkapitalisierung ausmachen, verpflichteten sich bereits zur Definition von Klimazielen nach den SBTi-Anforderungen. Die Nachfrage ist damit in den letzten Jahren stetig gestiegen.
Unternehmerischer Klimaschutz bringt Marktchancen
Aktuelle Daten belegen die Wirksamkeit der Methode und zeigen auf, dass wissenschaftsbasierte Ziele die Dekarbonisierung von Unternehmen und Finanzinsituten vorantreiben. Dadurch werden Klimarisiken minimiert und wirtschaftliche Vorteile maximiert in dem Kosten reduziert, Innovation vorangetrieben und die Effizienz gesteigert wird. Durch die externe Validierung wissenschaftsbasierter Ziele und der Überprüfung, ob die gesetzten Maßnahmen mit den Anforderungen eines Paris-konformen Reduktionspfad der Treibhausgase kompatibel sind, wird die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen von Stakeholdern gestärkt.
Starten Sie jetzt: Science Based Target How-To!
Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ist eine Tatsache, die nicht nur von den Unterzeichnenden des Pariser Abkommens, sondern auch von einer wachsenden Zahl an Unternehmen weltweit signalisiert wird. Um wirksam und glaubwürdig zu sein, dürfen sich verantwortungsvolle Unternehmen nicht mehr nur vage zum Klimaschutz bekennen.
Finden Sie hier heraus, wo ihr nächster Schritt in eine klimafitte Wirtschaft beginnt. Für Wirtschaftstreibende ist es selbstverständlich sich mit der Zukunft auseinanderzusetzen und strategisch zu handeln. Je früher Sie sich in diesem Zusammenhang der Klimakrise stellen, desto mehr können sie noch selbst gestalten und Klimarisiken minimieren.
Der WWF ermutigt Sie sich an der Initiative zu beteiligen.
Download
Unternehmerischer Klimaschutz ist längst mehr als eine Investition in die Reputation. Er ist die Grundlage für das wirtschaftliche Handeln von Morgen. Mit wissenschaftsbasierten Klimazielen, einem ambitionierten CO2-Reduktionsplan und effektiven Maßnahmen minimieren Unternehmen Risiken, verhindern steigende Kosten und setzen Impulse für Innovation.
Natur- und Biodiversitätsschutz: Science Based Targets for Nature
Der Verlust der Natur verstärkt die Klimakrise und umgekehrt. Neben wissenschaftsbasierten Klimazielen für Unternehmen braucht es auch wissenschaftsbasierte Ziele zum Schutz der Natur. Mit den Science Based Targets for Nature erhalten Unternehmen eine systematische, wissenschaftsbasierte Methode zur Zielsetzung, um die eigenen negativen Umweltwirkungen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren und innerhalb der planetaren Belastungsgrenzen zu wirtschaften. Dafür werden die wesentlichen Unternehmensbeiträge zum Biodiversitätsverlust analysiert und wissenschaftsbasierte Ziele für die Bereiche Land, Süßwasser, Ozean und Biodiversität erarbeitet. Entwickelt wurde die Methodik vom Science-Based Targets Network, welches sich aus über 80 NGOs (u. a. WWF), Wirtschaftsverbänden und Beratungsunternehmen zusammensetzt. Die ersten Methodiken zu Land und Süßwasser wurden 2023 veröffentlicht und werden laufend ergänzt.
Weitere Informationen zu unternehmerischen Biodiversitätsschutz sind hier zu finden.
Rückfragen
Lies hier mehr
Aktuelles aus dem Bereich Wirtschaft
Gegen Wilderei in Afrika: WWF-Ehrenmedaille geht an Ofir Drori
London, 22. Oktober 2012 – Die WWF-Ehrenmedaille des Herzogs von Edinburgh für besondere Verdienste um den Naturschutz wird heute Abend von Seiner Königlichen Hoheit Prinz Philip...
Showdown in Hyderabad: Finanzierung ungewiss
Haiderabad 19.10.2012 - Das Ringen um die Finanzierung eines Masterplans zum Schutz der Biologischen Vielfalt ist nach Informationen der Umweltschutzorganisation WWF am...
Land NÖ ignoriert für EVN die Bundesverordnung zum Kraftwerksbau
Wien, am 19. Oktober 2012 - Heute endet die Berufungsfrist zum positiven Wasserrechtsbescheid des Landes Niederösterreich für das umstrittene Ybbs-Kraftwerk Ferschnitz. Das...
WWF: Buddha schützt Natur
Haiderabad/Indien, 19. Oktober 2012 – Lumbini, der Geburtsplatz des historischen Buddha, heilige Berge und hochalpine Seen mit religiöser Verehrung in der indischen und...
Grünes Licht für Tigerschutz in Indien
Haiderabad/Indien, 18. Oktober 2012 – Der indische Umweltminister Jayanti Ntrajan und der preisgekrönte Bollywood-Star Rana Dagubatti wollen sich zukünftig noch stärker für die...
Totengräber am Mekong: Umweltdrama in Südostasien
Wien, 16. Oktober 2012 – Laos treibt nach Informationen der Naturschutzorganisation WWF die Bauarbeiten an der Xayaburi-Staudammanlage am Mekong voran. Damit unterläuft das Land...
WWF Österreich im Einsatz auf den Fidschi-Inseln
Suva/Fidschi, 10. Oktober 2012 – Der WWF Österreich arbeitet seit mehreren Jahren an einem Projekt auf der Insel Gau im Fidschi-Archipel. Die Umweltorganisation will der lokalen...
WWF: Kamerun verhaftet Zentralafrikas Wildererkönig Sangha
Yaoundé/Kamerun, 9. Oktober 2012 – In Kamerun wurde Ende letzter Woche Symphorien Sangha verhaftet. Der lang gesuchte Elefantentöter und Elfenbeinschmuggler ist einer der...
Toni Innauer, Fischer und WWF sorgen für mehr Artenvielfalt am Inn
Innsbruck, am 4. Oktober 2012 - Die Fischfauna im Inn ist in den letzten Jahrzehnten massiv zurückgegangen: Nur noch zwei von ehemals 33 natürlich vorkommenden Fischarten sind...













