Globale Halbzeitbilanz zeigt unzureichende Umsetzung – WWF fordert wirksame Maßnahmen und gesicherte Finanzierung, auch in Österreich – COP17-Konferenz startet am Montag
Karfreitag: Fischgenuss mit gutem Gewissen
Wien, 26. März 2013 – Am Karfreitag kommt traditionell Fisch auf den Tisch. Doch längst nicht jeder Fisch wird umweltverträglich gefangen. Weltweit gelten mittlerweile über 85 Prozent der Bestände als bis an ihre Grenzen ausgebeutet oder überfischt. Der WWF bittet die Verbraucher beim Einkauf bevorzugt zu heimischem Fisch, Fisch aus Biozucht oder Fisch mit dem blauen Öko-Siegel des „Marine Stewardship Council“ (MSC) zu greifen. Für ein ökologisch unbedenkliches Karfreitagsmenü empfiehlt der WWF beispielsweise MSC-Kabeljau, MSC-Wildlachs oder am besten Forelle, Karpfen und Co. aus heimischer Bio-Zucht. Auf Rotbarsch, Schwertfisch, Seeteufel und Aal sollte man dagegen lieber verzichten. Eine Orientierungshilfe für den umweltfreundlichen Fischeinkauf bietet der handliche WWF Einkaufsratgeber „Fisch und Meeresfrüchte“ zum Gratis-Download auf www.wwf.at/fischfuehrer.
„Vom Lachs über die Thunfisch-Dose bis zu nachhaltig gefangenem Hering bekommt man heute umweltverträglichen Fischgenuss in fast jedem Supermarkt“, so WWF-Fischereiexperte Axel Hein. „Eine grundsätzliche Orientierung beim Fischeinkauf bieten das MSC-Siegel bei Meeresfischen aus Wildfang, das Bio-Siegel bei Zuchtfisch und das ASC-Siegel für konventionelle Zucht. Fisch aus kleinräumiger österreichischer Zucht ist ebenfalls eine gute Wahl.“
Verzichten sollte man laut dem WWF hingegen gänzlich auf Fische wie Rotbarsch, Schwertfisch, Seeteufel und jegliche Hai-Produkte, da deren Bestände stark gefährdet sind. Finger weg heißt es auch bei zahlreichen anderen beliebten Speisefischen, solange sie kein MSC-Siegel tragen. Dazu zählen beispielsweise Kabeljau und Scholle aus dem Nordost-Atlantik. Durch zu hohe Fangquoten konnten sich deren Bestände in vielen Regionen noch nicht erholen und zudem fällt unnötig viel Beifang an. Pro Kilogramm Scholle gehen bis zu 15 Kilogramm Beifang als wertloser „Müll“ wieder über Bord.
Auch tropische Shrimps ohne Bio-Gütesiegel oder ASC-Siegel sollten nicht im Einkaufswagen landen. Für die Zuchtanlagen von Shrimps wurden an der südamerikanischen Pazifikküste und in Südostasien hunderte Kilometer Mangrovenwälder abgeholzt. Der Einsatz von Chemikalien und Antibiotika verseucht darüber hinaus umliegende Gewässer und Böden.
Der WWF Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte bietet dem umweltbewussten Verbraucher mittels Ampelsystem eine Entscheidungshilfe für den Restaurantbesuch oder im Supermarkt. Der Ratgeber im handlichen Taschenformat listet Empfehlungen für 58 Fisch- und Meeresfrüchtearten. Kostenloser Download unter www.wwf.at/fischfuehrer
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Lisa Simon, Pressesprecherin WWF Österreich, Tel.: 01-48817-215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Klimastreik: WWF fordert Notfall-Programm für Klima und Natur
Umweltschutzorganisation verlangt verbindliches Klimagesetz und wirksamen Renaturierungsplan – Natürliche Schutzmaßnahmen stärken, fossile Großprojekte stoppen
WWF: Nationaler Renaturierungsplan lückenhaft und ambitionslos
Zum Ende der Begutachtung: Zentrale Maßnahmen fehlen, Finanzierung ungeklärt – Weitreichende Ausnahmen bei Stadtbegrünung – WWF fordert grundlegende Überarbeitung
WWF-Städtecheck: Große Lücken bei Stadtbegrünungsplänen
14 Städte untersucht: Planungslücken bei Maßnahmen, Finanzierung und Erfolgskontrolle – WWF fordert langfristige Begrünungsplanung und mehr Unterstützung durch Bund und Länder
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF Living Planet Report: Wildtierbestände weltweit massiv eingebrochen
Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten
Wassermangel im Herbst: Sehr niedrige Wasserführung an über 80 Prozent der Flusspegel
September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
„Reh umgefahren. Halb so Wild“: WWF legt Beschwerde beim Werberat ein
Naturschutzorganisation kritisiert Verharmlosung von Tierleid und fordert Rücknahme des Smile-Sujets – Werberat sollte sich als klares Signal für Werbestopp oder Sujetwechsel aussprechen
WWF kritisiert späten und lückenhaften Start des Wasser-Registers
Umweltschutzorganisation fordert raschere Umsetzung und umfangreichere Erfassung der Wassernutzung – WWF warnt vor „blinden Flecken“ im Wasserentnahme-Register












