Rahmenbedingungen für Klimaneutralität 2040 längst überfällig – Industriellenvereinigung verhindert zahlreiche Energiegesetze und schadet sich selbst
WWF-Bericht zum Weltspartag: Wie europäische Finanzinstitute Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen finanzieren
Europäische Banken, Pensionsfonds, Vermögensverwalter und Versicherungen finanzieren durch ihre Geschäfte weltweite Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen. Das zeigt ein neuer Bericht des WWF European Policy Office in Brüssel. Das geplante EU-Lieferkettengesetz könnte dem entgegentreten – doch wollen einige EU-Mitgliedsstaaten, darunter auch Österreich, den Finanzsektor de facto aus dem EU-Lieferkettengesetz ausschließen. “Die österreichische Bundesregierung muss dafür eintreten, dass europäische Finanzinstitute ihre Verantwortung wahrnehmen”, fordert Teresa Gäckle, Expertin für Sustainable Finance beim WWF Österreich.
Der WWF-Bericht zeigt repräsentative Fälle der Finanzierung von Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen auf: etwa die illegale Abholzung im Gran Chaco in Paraguay, wo bereits 25 Prozent der Wälder für die Agrarindustrie gerodet worden sind. Oder die Vertreibung von rund 700 Familien für den Bau des neuen Flughafens von Manila auf den Philippinen, für den auch rund 2000 Hektar eines bisher unberührten Ökosystems an der Küste zerstört worden sind.
“Illegale Abholzung, Umweltverschmutzung, Schädigung von Küstengebieten und Menschenrechtsverletzungen sind nur einige wenige Beispiele dafür, was weltweit auf dem Spiel steht. Mit einer Erfassung des Finanzsektors im geplanten EU-Lieferkettengesetz müssten Finanzinstitute ihren Einfluss gezielt nutzen, um solche Schäden in Zukunft zu verhindern oder zumindest zu minimieren. Wir fordern alle politischen Entscheidungsträger:innen, insbesondere aber die österreichische Bundesregierung auf, sich für wirksame Sorgfaltspflichten für Finanztätigkeiten einzusetzen, damit nachhaltige Finanzpraktiken und ein wirksames Risikomanagement eingefordert werden”, so Teresa Gäckle.
Den WWF-Bericht “Banking on Destruction” gibt es hier.
News
Aktuelle Beiträge
Trockenheit in Österreich: WWF fordert Schutz des Platzertal-Moors als wichtigen Wasserspeicher
Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
WWF-Ranking: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend
Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.
WWF und ÖKOBÜRO gewinnen Artenschutzverfahren am Verwaltungsgerichtshof
Höchstgericht bestätigt fehlende Rechtskonformität von Abschuss-Verordnungen für geschützte Tierarten – Ende der pauschalen Tötungen gefordert
WWF: Klimakrise stellt Budget auf Belastungsprobe
Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
Elefanten in der Klimakrise: WWF warnt vor “gefährlichem Cocktail” für Dickhäuter
Dürre, Hitze und extreme Niederschläge verändern den Lebensraum von Elefanten massiv – Suche nach Wasser und Futter zunehmend erschwert – WWF fordert verstärkte Schutzmaßnahmen









