Neuer Rekord in Österreich: 123 territoriale Seeadler-Paare konnten gezählt werden. Ihr Lieblingsplatz ist das Waldviertel.
WWF-Bericht zum Weltspartag: Wie europäische Finanzinstitute Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen finanzieren
Europäische Banken, Pensionsfonds, Vermögensverwalter und Versicherungen finanzieren durch ihre Geschäfte weltweite Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen. Das zeigt ein neuer Bericht des WWF European Policy Office in Brüssel. Das geplante EU-Lieferkettengesetz könnte dem entgegentreten – doch wollen einige EU-Mitgliedsstaaten, darunter auch Österreich, den Finanzsektor de facto aus dem EU-Lieferkettengesetz ausschließen. “Die österreichische Bundesregierung muss dafür eintreten, dass europäische Finanzinstitute ihre Verantwortung wahrnehmen”, fordert Teresa Gäckle, Expertin für Sustainable Finance beim WWF Österreich.
Der WWF-Bericht zeigt repräsentative Fälle der Finanzierung von Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen auf: etwa die illegale Abholzung im Gran Chaco in Paraguay, wo bereits 25 Prozent der Wälder für die Agrarindustrie gerodet worden sind. Oder die Vertreibung von rund 700 Familien für den Bau des neuen Flughafens von Manila auf den Philippinen, für den auch rund 2000 Hektar eines bisher unberührten Ökosystems an der Küste zerstört worden sind.
“Illegale Abholzung, Umweltverschmutzung, Schädigung von Küstengebieten und Menschenrechtsverletzungen sind nur einige wenige Beispiele dafür, was weltweit auf dem Spiel steht. Mit einer Erfassung des Finanzsektors im geplanten EU-Lieferkettengesetz müssten Finanzinstitute ihren Einfluss gezielt nutzen, um solche Schäden in Zukunft zu verhindern oder zumindest zu minimieren. Wir fordern alle politischen Entscheidungsträger:innen, insbesondere aber die österreichische Bundesregierung auf, sich für wirksame Sorgfaltspflichten für Finanztätigkeiten einzusetzen, damit nachhaltige Finanzpraktiken und ein wirksames Risikomanagement eingefordert werden”, so Teresa Gäckle.
Den WWF-Bericht “Banking on Destruction” gibt es hier.
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu CloudHQ: Großrechenzentren brauchen verpflichtenden Umweltcheck
Umweltschutzorganisation begrüßt UVP für 6,7-Hektar-Projekt in Leopoldsdorf – WWF fordert einheitliche Bundesregeln statt Fleckerlteppich
Neuer Seeadler-Rekord in Österreich: WWF-Zählung erfasst so viele Paare wie noch nie
Konsequenter Schutz zeigt Wirkung: 123 territoriale Seeadler-Paare in Österreich – Hotspot im Waldviertel – Illegale Verfolgung bleibt große Bedrohung
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek
Umweltschutzorganisation weist IV- und WKO-Kritik zurück – Verbindliches Klimaziel schafft Planungssicherheit, senkt Energieabhängigkeit und stärkt Innovation – WWF fordert wirksame Maßnahmen für die Umsetzung
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava










