Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF-Erfolg: Brutflöße sorgen für Jungvogel-Boom an der March
Flussseeschwalben sind in Österreich akut vom Aussterben bedroht. Denn die Vögel sind beim Brüten auf Kiesbänke und Schotterinseln angewiesen, die fast völlig verschwunden sind. Das liegt insbesondere an der Zerstörung der natürlichen Flussdynamik durch die Regulierung von Flüssen und Kraftwerksbauten.
In Zwerndorf an der March befindet sich die letzte langjährige Brutkolonie der Flussseeschwalbe in Niederösterreich. Deshalb baut und renoviert der WWF vor Ort Brutflöße: Auf diesen künstlichen Brutplätzen können die Zugvögel ihre Eier sicher ausbrüten und die Jungvögel großziehen.
Nun konnten wir in dem Gebiet die erfolgreichste Brutsaison der letzten Jahre verzeichnen: 9 Jungvögel der seltenen Flussseeschwalbe sind geschlüpft! Vermutlich ist das sogar seit 2008 – dem Jahr, in dem der WWF das erste Brutfloß baute – die höchste Zahl an Nachwuchs. Erfreulicherweise haben durch Schutzmaßnahmen des Vereins Auring die Flussseeschwalben auch in Hohenau heuer erstmals wieder gebrütet.
Doch nach wie vor befindet sich die Anzahl der Brutpaare auf einem niedrigen Niveau, daher braucht es dringend eine Fortsetzung und Intensivierung unserer Schutz- und vor allem Fluss-Revitalisierungsmaßnahmen. Denn nur so kann die Flussseeschwalbe als regelmäßiger Brutvogel in den March-Thaya-Auen gehalten werden.
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